Das dritthäufigste Element, 8 Prozent der Erdkruste, leistet uns unendlich gute Dienste - wenn wir es einmal als Metall gewinnen und dann immer wieder nutzen.
Indem wir aus der Tonerde den Sauerstoff abspalten, erzeugen wir Aluminium. Das Verfahren, 1886 erfunden, heißt Schmelzfluss-Elektrolyse.
Ein Gemisch aus Tonerde und etwas Schmelzmittel erhitzen wir durch Stromdurchleitung, bis es flüssig wird. In den Elektrolysezellen unserer Hütten wirkt dazu die mit Kohlenstoff ausgekleidete Bodenwanne als Kathode, also negative Elektrode. Die Anoden, quasi Riesen-Kohlebriketts, binden darüber den Sauerstoff aus der Tonerde an sich und bilden Kohlendioxid (CO2). Am Boden sammelt sich bei etwa 960°C das flüssige Aluminium. Wir zapfen es ab und bringen es zur Gießerei.
Chemisch bedeutet dies im wesentlichen: 2 Al2O3 + 3 C = 4 Al + 3 CO2
Strom
Elektrolyse erfordert viel Energie. Um 1900 waren 50 kWh pro Kilo Aluminium nötig, in unseren modernsten Anlagen genügen 13 kWh. Wir decken 68 Prozent unseres Bedarfs mit Strom aus nachhaltiger Wasserkraft.