So wird Aluminium zum wahrhaft erneuerbaren Werkstoff
– und bleibt für immer jung.
Dabei beträgt der Energiebedarf im Recycling nur fünf Prozent dessen, was zum ersten Erzeugen des Aluminiums notwendig ist. So verbessert unser Werkstoff seine Ökobilanz mit jedem neuen Nutzungszyklus. Denn jedes Recycling anstelle von Primärerzeugung
- spart 95 % Energie, Aufwand und Emissionen
- ermöglicht eine nächste effiziente Anwendung, die wiederum Ressourcen schont.
Energetisch noch sparsamer lässt sich Aluminium recyceln, wenn dies in der Gießerei einer Aluminiumhütte wie dem Rheinwerk in Neuss geschieht: Das neue Flüssigmetall kommt noch bis zu 900°C heiß zur Gießerei und erhitzt im Schmelzofen die festen Recyclingschrotte durch seine Übertemperatur auf die zum Einschmelzen notwendigen gut 700°C. So müssen wir den Ofen weniger beheizen, sparen Gas und vermeiden Emissionen.
Mehr Öfen
Deutschland gehört zu den größten Verarbeitern und Anwendern von Aluminium. Umso mehr Sinn ergibt es, marktnah die Kapazitäten für das Recycling zu erhöhen. Hydro hat 2007 einen Umschmelzofen mit bis zu 50.000 Tonnen Jahresleistung im Werk Neuss eingeweiht. Noch 2008 setzte Hydro zwei weitere Recyclingöfen in Hamburg und Rackwitz in Betrieb.
Im November 2009 weihten wir das Recyclingzentrum in unserem Beteiligungsunternehmen Alunorf: Das weltgrößte Gieß- und Walzwerk für Aluminium erhielt einen ersten Recyclingofen, der 50.000 Tonnen Aluminium pro Jahr einschmelzen kann. Zurzeit wird ein zweiter baugleich errichtet.
Unser großes Ziel ist, bis 2020 das Recycling von Aluminium bei Hydro auf 1 Million Tonnen pro Jahr zu steigern. Dazu forschen wir auch weiter daran, das Metall mit noch geringerem Aufwand und höherer Effizienz wieder verwerten zu können.
Partner im Kreislauf
Wo gehobelt wird, fallen Späne – wir fangen sie auf.
Hydro schließt intern konsequent die Wege unseres Metalls zum Kreislauf: Alle Prozessschrotte geben wir direkt zum Einschmelzen.

Mit unseren Kunden pflegen wir Werkstoffpartnerschaften. Hydro nimmt sortenreine Rückläufe aus der Weiterverarbeitung und stellt damit wieder die gleichen kundenspezifischen Qualitätsprodukte her. Ebenso sammeln wir beschichtete oder lackierte Aluminiumprodukte und Produktreste, nutzen die Energie der Anhaftungen im Einschmelzprozess und schicken das Aluminium in seine nächste nützliche Verwendung.
Verpackungen sind mitunter schon nach wenigen Wochen fertig genutzt. Umso wichtiger ist, für sie funktionierende Sammelsysteme zu unterhalten. Manche Länder sammeln schon mehr als neun von zehn Dosen und geben sie zurück in die nächste Laufbahn.
Hydro unterstützt Aufbau und Weiterentwicklung dieser Systeme. Ob Joghurtdeckel, Medikamentenschutz, Dose, Weinkapsel, Schokohülle oder Fertiggerichtpack – das Aluminium wollen wir zurück. Für die nächste Laufbahn.