1962 eröffnet und mehrmals erweitert und umfassend modernisiert, kann das Rheinwerk in seiner Elektrolyse mehr als 230.000 Tonnen Flüssigmetall pro Jahr erzeugen. Der spezifische Energieverbrauch dafür wurde allein in den vergangenen zwölf Jahren um mehr als 10% gemindert.
Jedoch war die Produktion wegen der hohen deutschen Strompreise und der Weltwirtschaftskrise seit dem Frühjahr 2009 auf eine Menge von 50.000 Jahrestonnen gedrosselt - und erst in diesen Tagen werden zwei der drei Ofenlinien wieder ganz hochgefahren auf eine Jahresleistung von 150.000 Tonnen. Wesentliche Gründe hierfür: Das Rheinwerk wurde vollends in die Walzsparte mit den Nachbarwerken Alunorf und Grevenbroich eingegliedert, woraus Synergien die Gesamteffizienz verbessern; außerdem haben EU und Bunderegierung bei den Stromkosten einige der diversen erheblichen Belastungen für stromintensive Prozesse deutlich gemildert. So bleibt die Hütte zwar allein unprofitabel, wird im Verbund aber wieder überlebensfähig.
Ständig werden die Prozesse weiter auf ein technisches Optimum hin getrimmt, oft gemeinsam mit den rund 20 Mitarbeitern der Hydro-Metalltechnologieforschung mit Sitz am Standort Rheinwerk.
Die für das Elektrolyse-Verfahren nötigen Anoden werden im eigenen Betrieb hergestellt. Unsere integrierte Gießerei ließe sich bis auf eine Jahresleistung von 400.000 Tonnen hochwertiger Aluminium-Walzbarren hin steigern - diese Walzbarren liefert das Rheinwerk an Alunorf nebenan.
Dabei wächst der Recyclinganteil deutlich, insbesondere durch einen im September 2007 eingeweihten Umschmelzofen, der 50.000 Tonnen gebrauchtes Aluminium im Jahr für den jeweils nächsten Lebenszyklus nutzbar macht.