Bauxit
Unser Rohstoff. Das rote Gestein mit dem hohen Aluminiumgehalt wurde benannt nach seinem ersten Fundort: Les Baux in Frankreich. Es findet sich vor allem in einem breiten Gürtel der Regionen beiderseits des Äquators. Wir gewinnen es im Tagebau. Heute werden 95% aller Abbauflächen aufwändig rekultiviert.
Tonerde
Aus dem Bauxit wird Aluminiumoxid raffiniert, bekannt als Tonerde. Das Verfahren erfand der Chemiker Karl Joseph Bayer. Wir besitzen Anteile an Tonerderaffinerien in Brasilien, wo wir den Betrieb Alunorte als weltbesten weiter vergrößern. Die hier gewonnene Tonerde, ein weißes Pulver, deckt einen Großteil unseres Bedarfs. Der Restbedarf ist durch langfristige Verträge gesichert.
Primäraluminium
Indem wir aus der Tonerde den Sauerstoff abspalten, erzeugen wir Aluminium. Das Verfahren, 1886 erfunden, heißt Schmelzfluss-Elektrolyse. Ein Gemisch aus Tonerde und etwas Schmelzmittel erhitzen wir durch Stromdurchleitung, bis es flüssig wird. In den Elektrolysezellen unserer Hütten wirkt dazu die mit Kohlenstoff ausgekleidete Bodenwanne als Kathode, also negative Elektrode. Die Anoden, quasi Riesen-Kohlebriketts, binden darüber den Sauerstoff aus der Tonerde an sich und bilden CO2. Am Boden sammelt sich bei etwa 960°C das flüssige Aluminium. Wir zapfen es ab und bringen es zur Gießerei.
Chemisch bedeutet dies im wesentlichen: 2 Al2O3 + 3 C = 4 Al + 3 CO2
Strom
Elektrolyse erfordert viel Energie. Um 1900 waren 50 kWh pro Kilo Aluminium nötig, in unseren modernsten Anlagen genügen 13 kWh. Wir decken 68 Prozent unseres Bedarfs mit Strom aus nachhaltiger Wasserkraft.