Hartlöten ist ein Fügeverfahren, bei dem ein Hartlotzusatzmetall über seinen Schmelzpunkt hinaus erhitzt wird, aber unter dem Schmelzpunkt der zu fügenden Metalle bleibt.
Video mit freundlicher Genehmigung von Everwand & Fell GmbH.
Herkömmlich werden Hartlöten und Weichlöten folgendermaßen unterschieden:
- Flammweichlöten von Aluminium: T < 450 °C
- Flammhartlöten von Aluminium: T > 450 °C
Es gibt einige Anweisungen, die befolgt werden sollten, um einen erfolgreichen Hartlötprozess zu erhalten:
- Lötspalt (idealerweise 0,1mm, mindestens aber 0,03mm und maximal 0,17mm)
- Gleichmäßig verteilte Wärme von einer weichen Flamme (idealerweise Propan mit Sauerstoff)
- Angemessene Auswahl des Flussmittels und des Füllmaterials
- Sauberkeit
Flammhartlöten mit einem AlSi-Füllmaterial hat nur ein enges Verarbeitungsfenster, von ca. 20 °C, und eine lückenlose Temperaturüberwachung ist unumgänglich, damit die zu fügenden Teile keinen Schaden aufgrund von Überhitzung nehmen.
Es ist äußerst wichtig, dass Solarabsorber mit einem AlSi-Füllmaterial hartgelötet werden, der kein Zink enthält. Denn Zink würde in einem solarthermischen System bei hohen Temperaturen Korrosion verursachen.