Umwelt

Gerade weil Aluminium in vielen Anwendungen energieeffizient nützt, strengt sich Hydro auch an, das Metall mit immer weniger Strom und weniger Emissionen zu erzeugen.

Earth seen from space

Sparen mit aller Kraft

Perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFC) besitzen ein hohes Treibhausgaspotenzial. Bereits 1996 haben sich alle Primäraluminiumerzeuger in Deutschland freiwillig zu einer Minderung der Emissionen um 50 % im Vergleich zu 1990 verpflichtet. Erreicht wurde eine Reduzierung um insgesamt mehr als 85 %. Die deutsche Aluminiumhütte von Hydro in Neuss hat hieran einen maßgeblichen Anteil. Zugleich hat sie, zum Beispiel durch verbesserte Prozesssteuerung, ihren den spezifischen Strombedarf binnen zwölf Jahren um weitere 10% gemindert.

Alte Elektrolyse-Verfahren schalten wir ab. Neue Hütten wie in Katar bauen wir groß mit kompakter Logistik und modernster Technik. Nun erforschen wir, wie sich Prozesswärme zurückgewinnen und Kohlendioxid einfangen lässt.

In all unseren Betrieben beherzigen wir eine Grundregel: Verschwendung vermeiden – und mit weniger Aufwand mehr erreichen.

Graph

Leichter, stärker, sicherer, nützlicher

Viele Werkstoffe kennen wir seit langem. Manche verbrennt man nach einmaligem Gebrauch. Aluminium ist jung, erneuerbar – und so erforscht Hydro weiter bessere Anwendungen.

In vielen Anwendungen ersetzt Aluminium weniger geeignete Werkstoffe: Klimaanlagen verzichten nun zumeist auf das teurere Kupfer, Automobilteile oft auf das schwerere Eisen. Ständig verbessern wir auch unsere Betriebsmittel, Verfahren und Anlagen.

Bei immer mehr Produkten entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kunden die nächste Generation. Zum Beispiel in Verpackungen: Über 30 Jahre haben wir den Materialeinsatz bei Butterfolien, Deckeln und Pralinenhüllen um rund 40% gemindert. Oder wir erfanden für Offset-Druckplatten eine Legierung, die alle Vorzüge früherer Konkurrenzmischungen in sich vereint und diese übertrifft. So sind wir für unsere Kunden Partner im Fortschritt.

Reststoffe nutzen

In unseren Werken betreiben wir „state of the art“-Umweltschutzanlagen. Entstehende Stäube und Gase, Walzöle oder Lösemittel werden noch vor ihrer Freisetzung in die Atmosphäre effektiv erfasst und gereinigt. Ausgewählte Nachhaltigkeitskennzahlen helfen uns, die Betriebstechnologien und -abläufe bei Hydro richtig zu beurteilen.

Reststoffe werden, soweit möglich, nicht deponiert, sondern einer sinnvollen Weiterverwendung zugeführt. Zum Beispiel Beizschlämme aus dem Eloxierbetrieb in Uphusen wurden früher entsorgt. Heute dagegen wissen wir sie zu konzentrieren und verkaufen sie zur Weiternutzung in anderen Industrien.

Umsetzung von „REACh“

Das neue europäische Chemikalienrecht „REACh“ (Registration, Evaluation, Authorization of Chemicals) betrifft die gesamte Lieferkette für Stoffe von der Herstellung und dem Import bis zur abschließenden Verwendung. Auch die deutschen Standorte der Hydro sind hiervon betroffen. Es wurden frühzeitig Maßnahmen eingeleitet, um die mit der Umsetzung von REACh verbundenen Aufgaben effizient anzugehen.


Aktualisiert am: 11. Oktober 2016