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Zukunft für das Hydro-Werksgelände Stade
(July 5, 2006) Neue Perspektive für das Elbewerk: Nach der Stilllegung seines Aluminiumwerks in Stade am 31. Dezember 2006 übergibt Hydro das Fabrikgelände an die Prokon Nord Energiesysteme GmbH aus Leer. Außerdem verkauft Hydro anliegende Flächen an das belgische Energieunternehmen Electrabel, das prüft, ob es dort ein Kraftwerk errichtet. Entsprechende Vereinbarungen wurden gestern unterzeichnet.
 Neue Perspektive für das Elbewerk. |
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Prokon Nord will auf dem Grundstück mehrere Anlagen errichten und betreiben: ein Heizkraftwerk, eine Anlage zur Herstellung des Treibstoffes Bioethanol sowie eine Fertigung und Werkstatt für Windrad-Rotorblätter. Der Eigentümerwechsel soll zum 1. Januar 2007 in Kraft treten.
Gemäß der Vereinbarung übernimmt Prokon Nord das Gelände mit allen Anlagen zu seiner Nutzung samt der Pflicht, das Areal zu sichern und entsprechend den Umweltschutzanforderungen in Abstimmung mit den zuständigen Behörden zu säubern. Prokon Nord verpflichtet sich außerdem, bis zu 90 Arbeitsplätze vorrangig bisherigen Hydro-Mitarbeitern im Werk Stade anzubieten.
 DEAL: Irmtraud Pawlik, Geschäftsführerin von Hydro in Deutschland, bekräftigte die Vereinbarung zur Übergabe des Elbewerks Stade mit Ingo de Buhr, Geschäftsführer von Prokon Nord (links), und Hans Hartmann, Leiter Erzeugung bei Electrabel. (Foto: Heinz Werner Lamberz) |
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Electrabel plant in Norddeutschland den Bau von mindestens einem 800 Megawatt- Kohlekraftwerk. Ein möglicher Standort ist das Gelände der Hydro Aluminium in Stade. Das seit einem halben Jahr laufende Genehmigungsverfahren entwickelt sich Erfolg versprechend. Wesentliche Voraussetzung für eine Investitionsentscheidung ist jedoch der gesicherte Netzanschluss. Das Kohlekraftwerk könnte 2010 in Betrieb gehen.
„Gemeinsam mit dem Betriebsrat haben wir unsere Gesellschaft zur Beschäftigungs-entwicklung, HAB, vorangebracht. Nun freuen wir uns sehr, dass rechtzeitig eine Lösung für den Standort gefunden ist, die insgesamt bis zu 100 Arbeitsplätze schaffen soll“, sagt Irmtraud Pawlik, Geschäftsführerin der Hydro Aluminium Deutschland GmbH. Der Beirat der HAB mit regionalen Vertretern von Politik und Wirtschaft habe, bei diesem Projekt wie in der ganzen Arbeit der HAB, überaus wichtige Hilfe geleistet.
„Die HAB hat sich auch mit anderen Projekten erheblich dafür eingesetzt, möglichst viele Beschäftigte des Werkes Stade in neue Arbeit zu vermitteln. Bis zum Jahresende sollten wir ein insgesamt gutes Ergebnis haben“, betont Hydro-Deutschland-Geschäftsführerin Pawlik.
 VON METALL ZU BIOSPRIT: Irmtraud Pawlik, Geschäftsführerin von Hydro in Deutschland, verdeutlichte den künftigen Wandel für das Elbewerk Stade, als sie einen Aluminiumbarren gegen einen Kanister Bioethanol von Ingo de Buhr, Geschäftsführer von Prokon Nord, eintauschte. (Foto: Heinz Werner Lamberz) |
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Um den derzeit noch 400 Mitarbeitern zu helfen, hat Hydro mit dem Betriebsrat bereits vereinbart, einen Sozialplan im Umfang von 38 Millionen Euro zu finanzieren. Von dieser Summe hat der Betriebsrat 850.000 Euro für die Schaffung der 90 neuen Arbeitsstellen durch Prokon Nord bereitgestellt.
Die Prokon Nord Energiesysteme GmbH mit Sitz in Leer wurde 1997 als Planungsbüro gegründet. Ihr Kerngeschäft sind regenerative Energiesysteme, die sie von der Planung über Genehmigung, Finanzierung und Bau bis hin zum Betrieb entwickelt und betreut.
Hydro hatte im Juni 2005 entschieden, wegen der hohen deutschen Strompreise sein Werk in Stade stillzulegen. Der Strompreis ist als größter Kostenfaktor entscheidend bei der Standortwahl von Aluminiumhütten. Die als Elbewerk bekannte kleinste deutsche Aluminiumhütte in Stade leidet durch eine veraltete Technologie besonders an den hohen deutschen Strompreisen.
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