Hydro plant Verkauf der Sparte Automotive Components

 

(Nov. 13, 2006) Hydro plant, sein Geschäft mit Automobilkomponenten zu verkaufen. Dies ist Teil der Strategie des Unternehmens, Aktivitäten in der Aluminiumverarbeitung zu verringern, während für eine besser aufgestellte Metallerzeugung investiert wird.

(Foto: Simon McComb)

 

„Wenn Hydro beschließt, ein Geschäft zu verkaufen, dann meinen wir, diese Betriebe und Mitarbeiter passen besser zu einem Unternehmen, das mehr Potenzial zur Wertschöpfung ihrer Aktivitäten erkennt als wir“, sagt Eivind Reiten, Vorstandsvorsitzender und Chief Executive Officer von Hydro. 

Die Entscheidung, die Automobilaktivitäten zu verkaufen, fußt auf einer gründlichen Analyse des Portfolios, nachdem Hydro im Dezember 2005 einen Strategiewechsel für die Aluminiumaktivitäten angekündigt hat. 

Der Sektor Automotive Components besteht aus den Geschäftseinheiten Castings und Structures mit zusammen mehr als 3.600 Beschäftigten in Europa und Nordamerika. Hauptprodukte sind gegossene Motorblöcke und Zylinderköpfe aus Aluminium sowie Strukturbauteile aus Aluminium-Strangpressprofilen vor allem zum Aufprallschutz, wie etwa Stoßfänger.

(Foto: Terje S. Knudsen)

 

Hydro bleibt weiterhin Automobilzulieferer mit Aluminiumrohren für Wärmetauschersysteme sowie mit stranggepressten und gewalzten Aluminiumprodukten für andere Anwendungen.

„Fahrzeughersteller kämpfen gegen Margenschwund und wählen dabei auch Produkte aus billigeren Metallen beziehungsweise Werkstoffen. In diesem Umfeld hat Hydro nicht vermocht, eine befriedigende Rendite mit unseren Fahrzeugstrukturteilen zu erzielen. Die Motorguss-Geschäftseinheit dagegen ist gesund, aber sie sollte von einem besser geeigneten Eigentümer weiter entwickelt werden, um im harten Wettbewerb der Automobilindustrie erfolgreich zu bleiben“, sagt Reiten.

Er fügt an, die wesentlichen Stärken von Hydro als Aluminiumkonzern lägen im Bereich der Erzeugung von Primäraluminium und in der Fertigung einer Reihe von Produkten auf Strangpressbasis, wozu auch eine starke Stellung bei Bausystemen zählt.

Im vergangenen Monat teilte Hydro mit, die Magnesiumindustrie zu verlassen und dafür ein großes Werk in Bécancour, Kanada, zu schließen sowie Betriebe in China und Deutschland zu verkaufen. Einige andere Schritte wurden in diesem Jahr unternommen, um den Geschäftsbereich Aluminium Products rentabler zu machen. Dazu gehören das Vorhaben, das Strangpresswerk in Ellenville, New York, zu verkaufen, eine große Umstrukturierung der Strangpressaktivitäten in Großbritannien und die Veräußerung von Extrusion Tools im norwegischen Karmøy.