Unterschrift unter HAW-Verkauf ermöglicht Neubetrieb

 

(Nov. 10, 2006) Die Anlagen des Hamburger Aluminium-Werks (HAW) werden an die deutsche Trimet Aluminium AG mit Wirkung zum 1. Dezember 2006 verkauft.

Heute unterzeichneten die drei HAW-Anteilseigner, Alcoa, AMAG und Hydro zu jeweils 33.33 %, entsprechende Vereinbarungen mit Trimet und dem Eigentümer des Werksgeländes, der Hamburger Hafenbehörde. Trimet wird das Werk wieder anfahren, der Neubetrieb wird mindestens 400 Arbeitsstellen schaffen.

Die drei aktuellen Anteilseigner entschieden im Jahr 2005, HAW wegen der hohen Strompreise in Deutschland stillzulegen. Nachdem der Entschluss gefasst worden war, ist der Preis für Primäraluminium, notiert an der Metallbörse London, stark angestiegen, während der Kassakurs für den Rohstoff Aluminiumoxid deutlich sank. Allerdings hat sich der Preis für Termingeschäfte im deutschen Strommarkt verteuert. 

Die HAW-Anteilseigner vermissen weiterhin eine deutsche Strompreisordnung, die für Aluminiumerzeugung eine nachhaltige, langfristige Perspektive ermöglicht. Aufgrund eines besonderen, bewährten Geschäftsmodells nimmt Trimet die Herausforderung an, das Werk neu anzufahren und neue Beschäftigung zu schaffen.

Die Hamburger Hafenbehörde hat diese Transaktion ermöglicht, indem sie einer Beendigung des bisherigen HAW-Pachtverhältnisses zu für beide Seiten annehmbaren Bedingungen zustimmte.

Als Hauptteil der heutigen Vereinbarung werden alle HAW-Anlagen an Trimet verkauft, die die Anodenfertigung und die Elektrolyse neu betreiben werden. Außerdem verkauft Hydro an Trimet bestimmte Anlagen der Standortinfrastruktur, die sie vom HAW nach dessen Stilllegung erworben hatte. Hydro und Trimet werden zugleich vereinbaren, gegenseitig für einander Standortdienste zu leisten.

Bezüglich der Fläche der Gießerei, die zuvor vom HAW unterverpachtet worden war, haben Hydro und die Hamburger Hafenbehörde sich über einen neuen Pachtvertrag verständigt. Darüber hinaus haben Trimet und die Hamburger Hafenbehörde einen neuen Pachtvertrag für das HAW-Gelände unterzeichnet.

Im Juli 2005 hatte HAW 551 Beschäftigte. Von ihnen erhalten 33 noch die HAW-Infrastruktur aufrecht.Hydro, die die Gießerei am Standort gekauft hatte, beschäftigt heute 103 frühere HAW-Mitarbeiter. 89 Beschäftigte haben andere, neue Arbeitgeber gefunden. Vom Sozialplanpaket der HAW-Anteilseigner profitierten 22 Mitarbeiter, die das Unternehmen mit einer Abfindungszahlung verließen, sowie 71, die in Rente oder Altersteilzeit gingen, während die anderen früheren HAW´ler von einer Transfergesellschaft betreut werden. Einige von ihnen nehmen an Programmen zur Weiterbildung und Qualifizierung teil, andere absolvieren Praktika oder arbeiten auf Probe.