Energie auf Tagesordnung unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft
 WASSERSTOFF: In Berlin können Test-Pkws Wasserstoff tanken und durch die Stadt fahren, ohne etwas anderes als Wasserdampf zu emittieren. (Foto: Terje S. Knudsen) |
| |
(Jan. 10, 2007) Energie war eines der zentralen Themen, als über 70 Journalisten aus den EU-Ländern am Mittwoch Berlin und die Aral-Tankstelle am Messedamm besuchten, wo Hydro als Hersteller und Lieferant von Wasserstoff vor Ort ist.
Anlass des Besuches war die Übernahme der EU-Ratpräsidentschaft durch Deutschland. Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Karin Roth hieß die Gäste willkommen.
„Es ist inspirierend, dass sich die deutschen Behörden so sehr dafür einsetzen, neue und umweltfreundliche Kraftstoffsorten zu fördern", erklärt Ivar Hexeberg, Leiter der Abteilung für neue Energieformen bei Hydro.
Die Tankstelle, bei der es sich um die weltweit größte Wasserstofftankstelle handelt, liegt in unmittelbarer Nähe des intentionalen Kongresszentrums in Berlin. Außer Benzin und Diesel wird die Betankung mit flüssigem und gasförmigem Wasserstoff angeboten. 17 Wasserstofffahrtzeuge nutzen die Tankstelle, Hydro produziert die gasförmige Variante des Wasserstoffs aus Strom und Wasser. Bei den Fahrzeugen handelt es sich sowohl um Pkws mit Brennstoffzellentechnik als auch um Pkws mit Wasserstoffverbrennungsmotor.
„Das Projekt Clean Energy Partnership (CEP) soll zeigen, dass Wasserstoff ein sicherer und umweltfreundlicher Kraftstoff ist, der sich auch gut für den Transport im Alltagsleben eignet", so Hexeberg.
 WELTGRÖSSTE: Im November 2004 wurde die erste kommerzielle Straßentankstelle für Wasserstoff in Berlin eröffnet. Anwesend bei der feierlichen Übergabe waren (von links): der damalige Leiter für Wasserdtoffprojekte bei Hydro, Ivar Hexeberg , Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Dr. Manfred Stolpe, und die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Margaretha Wolf. (Foto: Terje S. Knudsen) |
| |
Wasserstoff enthält keine umweltschädlichen Stoffe, einzig und allein Wasser wird bei der Verwendung von Wasserstoff als Kraftstoff emittiert. Die gasförmige Variante des Wasserstoffs wird mittels Elektrolyse erzeugt, wobei Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff gespalten wird. Der dazu benötigte Strom wird regenerativ erzeugt. Dies wird durch den Erwerb von grünen Zertifikaten sichergestellt.
Neue Energieträger sind ein wichtiger Schwerpunktbereich bei Hydro, allerdings dominieren die Suche nach und die Förderung von Erdöl und Erdgas im Unternehmen. Seit 2001 hat Hydro den Gasexport verdoppelt und bis 2010 rechnet das Unternehmen damit, dass sich die Gasförderung in den Feldern, an denen das Unternehmen beteiligt ist, verdreifacht.
„Erdgas ist eines der wichtigsten norwegischen Exportgüter und wird die europäischen Märkte noch jahrzehntelang mit umweltfreundlichem Gas versorgen" betont Kathrine Fog, die Leiterin der Marketingabteilung für Erdgas bei Hydro. Sie fügt hinzu, dass Deutschland zurzeit der größte Markt für Hydro sei.
Norwegen ist gegenwärtig der weltweit drittgrößte Gasexporteur, jährlich verlassen etwa 85 Milliarden Kubikmeter Gas das Land. Im Jahr 2010 dürfte der norwegische Gasexport mehr als 120 Milliarden Kubikmeter Gas ausmachen.
Die Veranstaltung in Berlin fand an dem Tag statt, als die EU ihren neuen Energieplan für Europa präsentierte. Im Plan werden Themen wie Klimagasemissionen und Energiesicherheit für Europa aufgegriffen. Die EU-Kommission stellt die Weichen für ein höheres Tempo bei der stattfindenden Liberalisierung der europäischen Energiemärkte.
„Um die Energiesicherheit für Europa zu gewährleisten und die umweltfreundlichen Vorteile von Erdgas nutzen zu können, sind wir darauf angewiesen, dass die europäischen Politiker einen Markt schaffen, der einen Wettbewerb auf gleicher Grundlage sicherstellt", so Fog.
|