Skip to content

Capital Markets Day 2011: Führende Position für Hydro

Dank beträchtlichen Long-Positionen bei Bauxit und Tonerde in einer Welt mit begrenzten Ressourcen, ehrgeizigen Kostensenkungsprogrammen in der gesamten Wertschöpfungskette und der konkurrenzfähigen Schmelzhütte Qatalum in vollem Betrieb nimmt Hydro nun eine führende Position in der Aluminiumindustrie ein.

„Die langfristigen Perspektiven für Aluminium sind weiterhin sehr vielversprechend, trotz der momentanen wirtschaftlichen Turbulenzen, und ich bin sehr zufrieden mit der starken Entwicklung der Betriebsleistung", sagt der Vorstandsvorsitzende Svein Richard Brandtzæg.

„Angesichts unserer soliden finanziellen Lage sowie unserer Fähigkeit, korrigierende Maßnahmen anzustoßen und durchzuführen, versuchen wir, die Zeit der kurzfristigen Unsicherheit gestärkt hinter uns zu lassen und unsere Position in der Branche dieses zukunftsträchtigen Metals weiter zu verbessern", so Brandtzæg.

Hydro hat 2011 die große Transaktion in Brasilien abgeschlossen und ist nun ein voll integriertes Aluminiumunternehmen mit weltweit erstklassigen Anlagen, sowohl für den Abbau von Bauxit als auch für die Raffinierung von Tonerde. Diese Anlagen haben in den neun Monaten, in denen sie zu Hydro gehören, bereits beträchtliche Betriebsverbesserungen erzielt.

Abgesehen davon, dass Hydro nun die gesamte Wertschöpfungskette von Bauxit bis zu bearbeiteten Produkten abdeckt und solide Voraussetzungen im Aluminiumgeschäft auf längere Sicht besitzt, hat Qatalum im September die volle Produktionskapazität erreicht. Qatalum ist eine hochmoderne Schmelzhütte mit der weltweit größten Gießerei und einer logistisch günstigen Lage.

Die gegenwärtige gesamtwirtschaftliche Unsicherheit, einschließlich der Staatsverschuldung in Europa, der langsamen Erholung der US-Wirtschaft und einem nachlassenden Wachstum in den Schwellenländern haben das Konsumverhalten negativ beeinflusst, was wiederum zu einem niedrigeren Aluminiumpreis und schwächeren Endmärkten führte.

Als eindeutige Antwort auf das unsichere wirtschaftliche Umfeld hat Hydro mehrere Verbesserungsmaßnahmen in der gesamten Wertschöpfungskette in die Wege geleitet. Das 300 Dollar Verbesserungsprogramm des Geschäftsfeldes Primary Metal verläuft planmäßig und dürfte das für Ende 2013 anvisierte Ziel erreichen, während das flexiblere System der Umschmelzanlagen verwendet wurde, um die reduzierte Nachfrage nach dem Sommer zu bedienen.

„Kontinuierliche Verbesserung ist ein Hauptanliegen in allen Geschäftsfeldern, um die führende Position von Hydro zu gewährleisten. Unser Betriebsmodell hat bereits beeindruckende Ergebnisse in Geschäftsfeld Bauxite & Alumina gebracht und unsere operativen Fähigkeiten erlauben unseren Weiterverarbeitungsbetrieben, neue Geschäftsmöglichkeiten durch Technologieführerschaft und Innovation zu schaffen", sagt Brandtzæg.

Die Nachfrage nach Aluminium ist in den letzten beiden Jahren stark gestiegen, 2010 um 19 Prozent und 2011 um etwa sieben Prozent. Auch 2012 ist außerhalb von China mit einem Anstieg der Nachfrage zu rechnen, das Wachstum dürfte sich jedoch auf drei bis fünf Prozent verlangsamen. Die wesentlichen Marktbedingungen für Aluminium sind weiterhin gut, dank der vielen positiven Eigenschaften des Metalls so wie niedriges Gewicht und Recycelbarkeit. Längerfristig ist mit einem soliden Wachstum der weltweiten Aluminiummärkte zu rechnen.

Wichtige Punkte auf dem Capital Markets Day:

  • Die strategisch wichtigen Anlagen des Geschäftsfeldes Bauxite & Alumina von Hydro haben seit der Übernahme im ersten Quartal 2011 solide Betriebsverbesserungen erzielt. Die Einführung des Produktionssystems von Hydro geht weiter und hat bereits zu wesentlichen Fortschritten geführt.

  • Hydro bemüht sich, das volle Potenzial der Long-Position bei Bauxit und Tonerde in einer Welt mit begrenzten Ressourcen zu nutzen, was durch die Projekte bei CAP und Paragominas weiter gestärkt werden kann. Als Teil der Strategie beabsichtigt Hydro, diese vorteilhafte Position zugrunde zu legen, um Geschäftsmöglichkeiten für eine Ausweitung des Portfolios der Schmelzhütten in Erwägung zu ziehen.

  • Das 300 Dollar Verbesserungsprogramm für die unternehmenseigenen Schmelzhütten verläuft nach Plan und soll bis Ende 2013 abgeschlossen sein. Für 2011 rechnet man mit einer Kosteneinsparung von insgesamt 200 Dollar je Tonne, und bis Ende 2013 ist eine weitere Reduzierung um 100 Dollar je Tonne vorgesehen. Die Branche hat mit Kostendruck bei den Rohstoffen und einer Stärkung der Währungskurse zu kämpfen. Diese Effekte gleichen die durch das Verbesserungsprogramm erreichten Einsparungen aus, machen aber gleichzeitig die Bedeutung der ergriffenen Maßnahmen deutlich.

  • Die Schmelzhütte Qatalum erreichte im September 2011 die volle Produktionskapazität. Das 5,8 Milliarden teure Projekt ist abgeschlossen, die Hütte erzeugt nun 600.000 Tonnen pro Jahr, das ist etwas mehr als die ausgelegte Kapazität. Die Produkte von Qatalum haben Hydro zu einer stärkeren Marktposition in den USA und in Asien verholfen. 2012 lautet das Ziel, die Abläufe zu optimieren und ein Kostenniveau von 1400-1500 Dollar je Tonne mit Ausgangspunkt in den Marktverhältnissen 2010 zu erreichen.

  • In der gegenwärtig unsicheren wirtschaftlichen Situation mit einem hohen Grad an Volatilität ist die finanzielle Situation von Hydro robust. Die Nettoverschuldung beträgt nur 0,1 Milliarden NOK. Ziel ist es, die finanzielle Flexibilität und die „Investment Grade" Bewertung zu bewahren. Investitionen für Instandhaltungen werden 2012 voraussichtlich wiederum bei 3,5 Milliarden NOK liegen, wobei etwa eine Milliarde an die brasilianischen, von Vale übernommenen Vermögenswerte geknüpft ist.

  • Hydro präsentiert auf dem Capital Markets Day drei Szenarien für das Ertragspotenzial. Die Szenarien sind keine Prognosen, sondern stellen das Ertragspotenzial auf der Grundlage ausgewählter Aluminiumpreise und NOK/USD Wechselkurse mittels einer Sensivitätsanalyse dar. Alle nicht LME bezogenen Erträge und Kosten sowie andere Währungen sind konstant gehalten und das pro-forma bereinigte EBITDA der letzten vier Quartale ist als Ausgangspunkt verwendet worden. Alle drei Szenarien deuten darauf hin, dass das EBITDA wesentlich über den Erhaltungsinvestitionen liegen wird, was die Fähigkeit von Hydro zur Cashflow-Generierung illustriert.