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Eine positive CO2-Balance

Was taugen Aluminiumwalzprodukte im Klimaschutz? Die Walzsparte des norwegischen Konzerns Hydro hat erstmals aufgerechnet, wie viele Emissionen von Kohlendioxid unsere Aluminiumwalzprodukte einerseits verursachen, andererseits zu vermeiden helfen. Unterm Strich steht netto eine Ersparnis von 1,3 Millionen Tonnen CO2.

„Neu ist daran unser umfassender Ansatz, messbare, nachgewiesene Vorteile der Nutzung von Aluminium aufzurechnen mit den Emissionen, die sich beim Erzeugen und Verarbeiten des Aluminiums bis hin zu unserem fertigen Walzprodukt ergeben. Wir wollten nicht beim Beschreiben guter Beispiele aufhören, sondern haben es zusammen gerechnet und in die Waagschale gegeben. Hier werfen wir erste, wichtige Schlaglichter mit Daten über wesentliche Marktsegmente wie Mobilität, Bau und Verpackung“, sagt Konzernvorstand Oliver Bell, der für Rolled Products verantwortlich ist.

Auf der einen Seite unsere Umweltbelastungen: alles Kohlendioxid  und äquivalente Klimagase, die in die Atmosphäre aufsteigen, wenn man Bauxit abbaut, zu Aluminiumoxid verfeinert, zu Primäraluminium reduziert, zu Walzbarren vergießt, dann immer weiter walzt, samt Glühen und Verpacken. Andererseits unser Umweltplus: die Emissionen von CO2, die wir zu vermeiden helfen – weil unsere Aluminiumwalzprodukte so leicht, so rein, so schutzstark und vieles gute mehr sind und weil sie sich recyceln lassen, immer wieder neu.

Alle Zahlen und Daten wurden unabhängig geprüft. Die Bilanz ist positiv. Unterm Strich steht eine Ersparnis von 1,3 Millionen Tonnen CO2 netto. "Das ist unsere Klimaleistung",  sagt Oliver Bell.

Wie wir gerechnet haben

CO2 meint CO2-Äquivalente, das heißt auch andere Gase, die für das Klima relevant sind. Grundlage war die Menge Aluminiumwalzprodukte, die Hydro 2009 insgesamt hergestellt und in bestimmte Marktsegmente ausgeliefert hat. Die spezifischen Effekte, also die Emissionsmenge und die CO2-Ersparnis pro Tonne, haben wir aus anerkannten Studien und Branchenstatistiken gewonnen.

Während wir den Aufwand für unsere gesamte Produktion berechnen konnten und auch eingerechnet haben, gibt es für viele Anwendungen unserer Bänder und Folien keine anerkannten Studien über den konkreten Klimanutzen. So ist unsere Bilanz unvollständig – aber schon jetzt positiv.

Das Wiener Unternehmen Denkstatt, anerkannte Kapazität bei Nachhaltigkeitsberichten und -rechnungen, wurde von Hydro beauftragt, unser Zahlenwerk kritisch zu prüfen. Dabei galten die Prinzipien der ISO-Standards 14.040 und 14.044. Das Ergebnis: Denkstatt bewertet die Systemgrenzen der Hydro-Kalkulationen als passend, die Daten als plausibel, die Berechnungen als „reproduzierbar“ und die Ergebnisse als angemessen, sowohl in ihrer Interpretation und Präsentation.

Mit den Berechnungen unterstreichen wir, dass wir unsere Akzeptanz in der Gesellschaft zu Recht verdienen – weil wir den Menschen und der Umwelt unterm Strich verantwortungsbewusst nützen, heute und auf lange Sicht“, sagt Hydro-Vorstand Bell. Als wesentlich erachtet Bell, das Wissen um Klimavorteile sicher zu verankern, angefangen bei allen eigenen Mitarbeitern und in der Industrie. „Wir engagieren uns außerdem über die Branche hinaus in der Klimainitiative „Metalle pro Klima“ und in vielen anderen Verbänden, Foren und Netzwerken“, sagt der Hydro-Vorstand. 

Das langfristige Ziel ist für ihn klar: eine umfassende Klima-Bilanz, die zeigt, wie sehr Aluminium und Hydro dem Klima bzw. der Gesellschaft dienen – durch unendlich wiederholbares Recycling und durch konkrete Emissionsminderungen, dank der spezifischen Funktionsvorteile, die Aluminium bietet. 

Lesen Sie Beispiele, wie Aluminium-Walzprodukte von Hydro helfen, CO2 zu sparen.