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Bericht aus Brasilien: Positive Entwicklung für Menschenrechte, aber weitere Verbesserungen möglich

Das dänische Institut für Menschenrechte (Danish Insitute for Human Rights) ist zu dem Schluss gekommen, dass die CSR-Arbeit von Hydro in Brasilien insgesamt gut ist, dass aber im operativen Bereich konkrete Maßnahmen erforderlich sind.

Das dänische Institut für Menschenrechte hat Hydro dabei unterstützt, den Aspekt der Menschenrechte in den Betrieben von Hydro in Brasilien zu untersuchen.

Die Schlussfolgerung lautet, dass die CSR-Arbeit von Hydro zu zahlreichen Verbesserungen geführt hat. Die Fähigkeit des Unternehmens, die Menschenrechte zu beachten, wurde gestärkt, aber nach wie vor sind spezifischere Denkweisen und Maßnahmen in Bezug auf die Menschenrechte im operativen Bereich nötig.

„Wir stimmen den wichtigsten Punkten des Berichts zu und arbeiten kontinuierlich, um unsere Standards zu verbessern“, sagt Konzerndirektor Alberto Fabrini, Leiter von Bauxite & Alumina.

Der Bericht wurde im Rahmen einer breiter angelegten CSR-Bewertung ausgearbeitet und fokussiert vor allem auf Menschenrechte, was in Brasilien eine Herausforderung darstellen kann. Im Durchschnitt wurden vier bis sechs Personen in jeder der Interessengruppen – Mitarbeiter, lokale Führung, lokale Behördenvertreter und lokale Gemeindevertreter – interviewt.

„Hydro hat eine Reihe von komplexen Herausforderungen in Brasilien übernommen und wir sind froh zu sehen, dass sie dabei die Menschenrechte zugrunde legen“, sagt Allan Lerberg Jørgensen, Leiter von Human Rights and Development im dänischen Institut für Menschenrechte.

Der Bericht bestätigt unter anderem, dass die „CSR-Strategie bis zu einem bestimmten Grad von den Verantwortlichen in den verschiedenen Betrieben von Hydro in Brasilien verstanden wird. Als die Beurteilung durchgeführt wurde, hatte es mehrere Verbesserungen der internen Koordinierung und Strukturierung der CSR-Arbeit gegeben. Dies erleichterte die Arbeit der CSR-Einheiten an den verschiedenen Standorten, wenn es darum ging, die Auswirkung von verschiedenen Projekten und Maßnahmen zu planen und zu messen.“

Aber es wurde auch festgestellt, dass weiterhin ein Bedarf für spezifische Denkweisen und Maßnahmen bei der Arbeit mit Menschenrechten im operativen Bereich besteht.

„Gegenwärtig verstehen die Führungskräfte in Brasilien die Menschenrechtsarbeit dahingehend, dass sie nicht versuchen, die Menschenrechte für Arbeiter und Gemeinden negativ zu beeinflussen. Zusätzlich sollten sie jedoch die soziale Verantwortung vorantreiben, indem sie aktiv auf die weitere Entwicklung der Menschenrechte hinarbeiten. Dazu gehören eine Klarstellung, was erforderlich ist, um konkrete Auswirkungen der Tätigkeit von Hydro zu regeln sowie Bemühungen zur Entwicklung der Gemeinden und Maßnahmen, die weiter gehen als nur negative Auswirkungen auf die Menschenrechte zu vermeiden.“

Hydro hat einen Beschwerdekanal eingerichtet, um Beschwerden und Vorschläge der Gemeinden, die durch die Tätigkeit des Unternehmens berührt werden, zu erfassen und zu behandeln. In dem Bericht heißt es, dass das Unternehmen „weitere Maßnahmen ergreifen wird, um das Vertrauen in und die Unterstützung für den Beschwerdekanal zu gewährleisten.“

Außerdem machte die Überprüfung deutlich, dass potentiellen Herausforderungen, die an die Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter von Fremdfirmen geknüpft sind, bestehen. Das dänische Institut für Menschenrechte empfiehlt, dass Hydro ein „Schulungsprogramm für Fremdfirmen und Subunternehmen einführt und/oder den HSE-Kurs und andere Informationsangebote für Arbeiter um ein Modul zu Arbeitsbedingungen erweitert.“

„Wir machen deutlich, dass Mitarbeiter von Fremdfirmen die gleichen Standards und Arbeitsbedingungen wie unsere eigenen Mitarbeiter haben sollten und wir haben Maßnahmen ergriffen, damit das so wird“, sagt Fabrini.

Die Überprüfung zeigte auch, dass es Bereiche gibt, in denen sich Hydro Brazil in den lokalen Gemeinden strategischer hätte verhalten können, um Engagement und Dialog zu fördern.

„Hydro Brasilien sollte für häufigere und regelmäßige Treffen und Gespräche mit den Nachbargemeinden (Vila Nova, Itupanema und Vila do Conde) sorgen. Das Hauptziel sollte sein, diese über laufende CSR-Aktivitäten zu informieren, zuzuhören, um deren Bedürfnisse und CSR-Wünsche zu verstehen und Information über aktuelle Probleme zu erhalten.“

„Wir verstehen, dass unsere Beziehungen zu unseren Nachbarn sehr wichtig sind und wir haben bereits mehrere Maßnahmen ergriffen, um das lokale Engagement in Barcarena und mit den betroffenen Quilombola-Gemeinschaften entlang der Bauxit-Transportleitung zu stärken“, sagt Alberto Fabrini.

Fabrini ist Leiter der brasilianischen Geschäftstätigkeit von Hydro und betont, dass andere Verbesserungen, die vorgeschlagen werden, bereits in den letzten Monaten durchgeführt wurden. Beispielsweise erhalten nun Mitarbeiter von Hydro und von Fremdfirmen die gleiche persönliche Schutzausrüstung und die gleiche grundlegende Schulung in Bezug auf Sicherheit.

„Wir bemühen uns Tag für Tag, unsere Standards zu verbessern und glauben, dass wir in einigen Bereichen weit gekommen sind. Aber wir können noch besser werden und der Bericht stellt einige Bereiche heraus, die so gesehen sehr interessant sind“, sagt Fabrini.

„Ich bin ganz zufrieden mit dem Bericht“, sagt Anne-Lene Midseim, die bei Hydro für CSR verantwortlich ist.

„Die Hauptschlussfolgerung lautet, dass wir in Bezug auf Menschenrechte in Brasilien ganz gut aussehen. Allerdings hat das dänische Institut für Menschenrechte einzelne Bereiche identifiziert, in denen Verbesserungen möglich sind. Ein Teil der aufgezeigten Schwachstellen ist bereits geändert worden, mit anderen arbeiten wir.“

Midsem fügt hinzu, dass Hydro auf Konzernebene daraufhin arbeite, die Systeme zur Beurteilung der Menschenrechte zu verbessern, damit diese Fragen kontinuierlich auf der Tagesordnung ständen.

Den gesamten Bericht, der zusammen mit dem dänischen Institut für Menschenrechte publiziert wurde, finden Sie hier.

Weitere Informationen über das Institut finden Sie unter: http://www.humanrights.dk/