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Hydros Rheinwerk stabilisiert Stromnetz bei der Sonnenfinsternis

Die Rheinwerk-Aluminiumhütte der Hydro schaltete am vorigen Freitag mehrmals den Strom ab. Das Werk in Neuss half damit, den Ausfall von Sonnenkraftanlagen während der Sonnenfinsternis über Deutschland auszugleichen.

Auf Nachricht vom regionalen Netzbetreiber schaltete Hydro viermal – um 10:45, 11:00, 11:15 und 11:45 Uhr – die Elektrolyse kontrolliert aus und nach einigen Minuten wieder an. Die Systeme funktionierten dabei störungsfrei und der Produktionsbetrieb lief nach kurzer Zeit wieder stabil.

„Das Stromnetz entlasteten wir damit um 247 Megawatt Stromleistung, in etwa so viiel, wie alle Haushalte in Neuss brauchen. So trug unser Werk dazu bei, die Stromnetze während der Sonnenfinsternis stabil zu halten“, sagte der Leiter des Rheinwerks, Jan Peterlic, und dankte allen Beteiligten für die gute Arbeit.

Auch den Aluminiumhütten der Trimet in Essen, Hamburg und Voerde wurde heute zeitweise der Strom abgedreht. Franziska Erdle, Hauptgeschäftsführerin der WirtschaftsVereinigung Metalle, sagte dazu, die flexible Last der Industrie sei ein wichtiger Faktor gewesen, um die Energieversorgung in Deutschland aufrecht zu erhalten. „Die Verordnung zu abschaltbaren Lasten hat sich bewährt. Unsere Industrie hat heute einen entscheidenden Beitrag zur Netzstabilität geleistet.“
 
Die Verordnung zu abschaltbaren Lasten regelt kurzfristige Stromunterbrechungen bei Industriebetrieben. Ziel ist es, die Netzstabilität zu erhöhen und Versorgungssicherheit zu gewährleisten.