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Hilfreich für beide Seiten: Auszubildende leisten Sozialpraktika

Wie war es, aus der Ausbildung heraus einmal in die ganz andere Welt der Sozialarbeit zu wechseln? Davon sprachen Auszubildende in einem Treffen mit den Trägern der Sozialprojekte.

Auch im sozialen Engagement erfahren Auszubildende den Hydro Way. Hier ein Bericht über Aktivitäten am Standort Grevenbroich. 23 Auszubildende verbrachten eine Zeit, die meisten zwei Wochen im Dezember 2015, als Praktikanten in Sozialprojekten.

Sie spielten, sprachen und spazierten mit Senioren aus dem Lindenhof oder dem St.-Barbara-Haus, sortierten und übergaben Lebensmittel an die Kunden der Tafel, halfen in der städtischen Forstarbeit oder beim Deutschen Roten Kreuz. Alle Berichte spiegelten: Ihren Beruf wechseln wollen sie nun nicht; aber die besondere Erfahrung war gut.  

„Wir wollen den jungen Leuten ermöglichen, hierbei ihre Sozialkompetenz weiter zu stärken. Dieser Blick über den Tellerrand hilft in jedem Fall, vielleicht sogar für das ganze Leben“, sagt Ausbildungsleiter Jörg Schröder. Darum will der Standort dieses Programm auch mit künftigen Auszubildenden fortführen – und lernt dafür auch von den Rückmeldungen, die bei der gemeinsamen Nachbetrachtung geäußert wurden.

Besonders berührte das Beispiel des angehenden Industriemechanikers Jasper Wadenpohl. Er half im „AHG Therapiezentrum Haus Welchenberg“. Dort wohnen suchtkranke Menschen. Ihr Leben ist geprägt von schweren Schädigungen, vor allem durch Alkohol und Drogen. Ihr Alltag gelingt nur mit Unterstützung. Dort half Wadenpohl in der Freizeit, vor allem als Gesprächspartner. „Ich weiß jetzt, dass es in so einer Situation sehr schwer ist, sich zu öffnen“, sagte er. Und: Jeden könne eine Sucht treffen. Dann müsse man sich dem offen stellen – und kompetente Hilfe sei wesentlich. 

„Während eines solchen Praktikums lernen junge Menschen Toleranz, also – nicht mit Vorurteilen auf andere Menschen zuzugehen“, sagt Diplom-Sozialpädagogin Kerstin Wilcke, stellvertretende Leiterin im Haus Welchenberg. Und dass Jasper Wadenpohl keinen sozialen, sondern einen technischen Beruf erlerne, sei während der gemeinsamen Arbeit niemandem aufgefallen, lobte Wilcke.

Am Ende des Forums verknüpfte Moderator Michael Peter Steffen von der Unternehmenskommunikation die geleistete Sozialarbeit mit der Grundlage der gesamten Hydro: den fünf Werten des Hydro Way. Für welchen Wert hatten diese besonderen Praktika die größte Bedeutung? Die Abstimmung per Beifall ergab einen klaren Gewinner: RESPEKT!

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