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Alunorte nimmt Produktion mit halber Kapazität wieder auf

Hydros Tonerderaffinerie Alunorte hat am 8. Oktober mit SEMAS, der Umweltbehörde des Bundesstaates Pará, vereinbart, die Produktion mit 50 Prozent Kapazität wieder aufzunehmen - unter Aufsicht von SEMAS. Dies folgt auf die außerordentliche Genehmigung des Umweltbundesamtes IBAMA von Freitag, 5. Oktober, dass Alunorte die modernste, sogenannte Press-Filter-Technologie zur Verarbeitung von Bauxit-Rückständen ab jetzt nutzen darf. Damit kann und wird Alunorte innerhalb von zwei Wochen bis zu 50 Prozent seiner vorige Woche gestoppten Produktion hochfahren.

"Wir konnten unter Beweis stellen, dass unser Entsorgungssystem für Bauxitrückstände mit Press Filter funktioniert. SEMAS hat dies überprüft. So sind wir nun in der Lage, 50 Prozent des Betriebs von Alunorte sicher wieder aufzunehmen", sagte John Thuestad, Leiter des Hydro-Geschäftsfeldes Bauxite & Alumina: "Dies ist eine sehr begrüßenswerte Entwicklung, um Tausende von Arbeitsplätzen in Pará zu sichern und ebenso die Versorgung unserer globalen Kunden und Märkte."

Alunorte war seit März mit halber Kapazität tätig, nachdem die staatlichen Umweltbehörden und Gerichte angeordnet hatten, dass die Produktion um 50% reduziert werden musste. Das Bundesumweltamt und das zuständige Gericht hatten zudem angeordnet, die Inbetriebnahme der neuen Deponie für Bauxitrückstände (DRS2) und den Press-Filter zu stoppen.

In der Folge beschränkte sich Alunorte darauf, Bauxit-Rückstände im alten DRS1-Entsorgungsbereich mit weniger effizienten Trommelfiltern zu lagern. In der vergangenen Woche empfahlen externe geotechnische Experten, den Einsatz von DRS1 auf Basis der Trommelfilter-Technik einzustellen. DRS1 wird bereits in Vorbereitung auf seine baldige Schließung umgestaltet. Durch die Verwendung der Rückstände aus der Press-Filtertechnologie kann Alunorte noch länger Bauxitrückstände auf DRS1 sicher weiter deponieren. Unterdessen wartet Alunorte weiter darauf, dass die neue Deponie DRS2 genehmigt wird. Der neue Press-Filter erzeugt stapelbare Rückstände mit deutlich geringerem Wassergehalt als der Trommelfilter.

Zusätzlich zur Wiederaufnahme der Produktion bei Alunorte werden auch die Bauxitmine Paragominas und die Joint-Venture-Hütte Albras die Produktion wieder entsprechend aufnehmen. So kann Albtras mit Aluminiumoxid  von Alunorte wieder 230.000 Tonnen pro Jahr herstellen, die Hälfte seiner jährlichen Kapazität von 460.000 Tonnen.

Hydro setzt seinen Dialog mit allen relevanten Behörden fort, um Alunorte wieder auf volle Produktionsleistung zu bringen und seine Aktivitäten in Brasilien zu normalisieren.

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