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Hydro entwickelt neue Aluminiumlegierungen für innovative Blechbauteile

Hydro bringt drei neue Aluminiumlegierungen für das Warmumformen von Aluminiumblechen auf den Markt. Diese werden vor allem für komplexe Automobilteile verwendet. Jede Legierung verfügt über Eigenschaften, die die zurzeit auf dem Weltmarkt verfügbaren Alternativen übertreffen.

Hydro entwickelte über zwei Jahre diese Aluminium-Speziallegierungen für das superplastische Umformen. Sie verfügen über höhere Dehnungs- oder Umformeigenschaften, erreichen eine höhere Festigkeit und erlauben kürzere Zykluszeiten als bisherige Werkstoffe. Die drei Legierungen sind:

  • Legierung 5083 für die nächste Generation
  • Neue 5456 Legierung
  • Neue 7020 Legierung

Automobilhersteller und -zulieferer interessieren sich für superplastisches Umformen, weil dieses Verfahren Aluminiumhersteller in die Lage versetzt, dünnwandige Aluminiumblech-Bauteile zu produzieren. Es ist ein kostengünstiges Verfahren, da die Bleche mindestens 200 Prozent über ihre Originalgröße gedehnt werden können. Große Teile lassen sich aus einem Blech formen und ersetzen somit komplexere Strukturen, die bisher aus vielen kleinen Teilen bestehen.

Weitere Vorteile sind die Verbindung von Teilen und eine geringere Umformbeanspruchung.

„Automobilhersteller entwickeln zunehmend fortschrittlichere Bauteile. Das führt zu mehr superplastischem Umformen. Wir haben mit einigen von ihnen sowie mit einigen Direktzulieferern bei der Entwicklung unserer Legierungen zusammengearbeitet“, sagt Jonas Bjuhr, Leiter Strategie, F&E und Innovation im Hydro-Geschäftsfeld Rolled Products.

Großes Interesse der Automobilindustrie
In der Luftfahrt wird superplastisches Umformen für Spezialprodukte seit über 25 Jahren verwendet. Auch beim Herstellen von Aluminium-Blechbauteilen für Busse und Eisenbahnen wird dieses Verfahren eingesetzt.

In der Automobilindustrie bietet das Verfahren den Automobilherstellern die Möglichkeit, das Gewicht ihrer Fahrzeuge mit Aluminium statt mit komplizierteren Materialien wie Kohlefasern und Verbundwerkstoffen zu reduzieren.

Bentley verwendet ein superplastisch geformtes Aluminiumblech für das Tür- und Seiten-Teil ihres neuen Topmodells Continental GT.

„Mit unseren neuen Legierungen können wir nun das passende Material für Bauteile anbieten, die die Autohersteller brauchen“, sagt Reinhard Pritzlaff, technischer Spezialist im Hydro-Geschäftsfeld Rolled Products.