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NRW-Aluminiumindustrie trifft Kommission für „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“

Am Freitag, 17. August, trafen sich Vertreter der energieintensiven Aluminiumindustrie und Stefan Körzell, Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes und Mitglied der Kommission für „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ bei Hydro in Neuss zum Dialog.

Gemeinsam diskutierten Körzell, Volker Backs, Geschäftsführer Hydro Aluminium Deutschland, Martin Iffert, Vorstandsvorsitzender Trimet Aluminium, Bernd Lauenroth, Gewerkschaftssekretär IG Metall Vorstand und stellv. Aufsichtsratsvorsitzender Hydro Aluminium Deutschland GmbH und weitere Arbeitnehmer- und Branchenvertreter über den Erhalt der Wertschöpfungsketten in Deutschland und Europa und ihren Beitrag zum Klimaschutz.

Zum Hintergrund: Im Koalitionsvertrag hat das Bundeskabinett die Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ (WSB) beschlossen. Aufgabe der Kommission ist, bis Dezember 2018 einen Weg für den Ausstieg aus der Kohleverstromung zu erarbeiten.

„Die Kommission muss sicherstellen, dass die industriellen Wertschöpfungsketten in Deutschland nicht weiter an Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Für uns sind die energiepolitischen Ziele Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit gleichrangig. Solange die Fragen dieser drei Elemente der Energiepolitik nicht geklärt sind, können wir einen vorzeitigen Ausstieg aus der Kohleverstromung nicht unterstützen“, so Volker Backs.

Denn klar ist, um weiterhin qualitativ hochwertige Industriearbeitsplätze anbieten zu können, benötigen wir die Industrie in Deutschland. „Energiepolitik ist immer auch Industriepolitik. Das lässt sich nicht getrennt voneinander sehen. Wir wollen die Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland auch unter den Bedingungen des Klimaschutzes erhalten. Das gelingt, wenn sich Unternehmen auf politische Rahmenbedingungen verlassen und weiter in Innovationen investieren können“, sagte Körzell zum Ende der Dialogveranstaltung. „Für den Wohlstand in Deutschland sind qualitativ hochwertige Arbeitsplätze existentiell“, unterstrich Bernd Lauenroth.

„Die Aluminiumindustrie ist Teil der Lösung beim Klimaschutz. Wir benötigen Preiswürdigkeit und Versorgungssicherheit, um unser Innovationspotential am Standort voll auszuschöpfen und auch weiter investieren zu können“, sagt Martin Iffert.

Im Anschluss an die Diskussionsrunde konnten sich die Teilnehmer bei Werksführungen durch das Hydro Werk und durch das Walzwerk Alunorf einen eigenen Eindruck verschaffen, wie industrielle Wertschöpfung entsteht und Kreislaufwirtschaft bzw. Recycling am Beispiel Aluminium funktioniert.