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Zum Einleiten von Regenwasser am Canal Velho

Hydro hat keine Anzeichen für Leckagen oder ein Überfließen aus den Deponien für Bauxitrückstände bei Hydro Alunorte in Barcarena, Brasilien. Um Übermengen an Regenwasser vom Werksgelände abfließen zu lassen, leitete Alunorte Regenwasser durch den Wasserkanal Canal Velho ab. Es gibt keine Anzeichen für irgendeine negative Auswirkung auf die Umwelt aus dieser Ableitung.

Am 17. Februar, dem zweiten Tag extremer Regenfälle, sowie in periodischen Abständen zwischen dem 20. und 25. Februar mit weiterhin starkem Regen nutzte Hydro einen als Canal Velho benannten Kanal, um Regenwasser vom Werksgelände nach einer Optimierung des pH-Werts in den Fluß Parà abzuleiten. Das Wasser wurde am Eingang zum Kanal pH-behandelt und passierte erst dann die Öffnung in den Kanal. Dort mischte es sich mit Wasser aus der Wasserreinigungsanlage des Standorts sowie Oberflächenwasser des Aluminiumwerks Albras.

Regenwasser vom Gelände der Tonerde-Raffinerie kann Bauxitstaub und Spuren von Ätznatron enthalten. Aber das Wasser kam nicht in Kontakt mit den Lagerstätten für Bauxitrückstände.

Externes Gutachten Anfang April

„Vor allem ist wichtig zu festzustellen, dass wir keine Anzeichen für irgendein Leck oder Überfließen aus unseren Deponien für Bauxitrückstände haben. Wir haben Regenwasser vom Werkgelände abgeleitet. Dies geschah kontrolliert und wir haben es der Umweltagentur des Bundesstaates Parà, SEMAS, kommuniziert“, sagt Konzernchef Svein Richard Brandtzæg.

Er fügt an, Hydro habe aus gesammelten Wasserproben keine Anzeichen dafür, dass das kontrollierte Abführen irgendeine negative Auswirkung auf die Umwelt gehabt hätte.

„Wir warten nun auf den Bericht der internen Arbeitsgruppe und das unabhängige, externe Umweltgutachten des Unternehmens SGW Services. Es wird in der ersten Aprilwoche vorliegen”, sagt Brandtzæg.

Er betont, Hydro sehe sich in der Pflicht, einen vollständigen Fakten-Überblick zu liefern. Vorrang habe für das Unternehmen jetzt, die Menschen im Werk und in der Nachbarschaft zu schützen und zu gewährleisten, dass sie sich sicher fühlen.

Umweltbehörde von Pará wurde informiert

Der Canal Velho ist ein Kanal neben der Wasserreinigungsanlage bei Alunorte. Gelegentlich wird er genutzt, um Wasser abzuleiten. Dieses ist zuvor abgesaugt worden von Bauxitschlamm, den eine Pipeline aus der Bauxitmine von Hydro in Paragominas hertransportiert.

Um während der enormen Regenfälle ab dem 16. Februar die eigentliche Wasserreinigungsanlage zu entlasten, hatte man pH-behandeltes Regenwasser durch diesen Kanal abgeleitet. Das ist nicht durch die geltende Betriebserlaubnis abgedeckt. Alunorte berichtete der Umweltbehörde der Bundesstaates Parà, SEMAS, zweimal von der jeweils aktuellen Situation. Örtliche Gemeinden wurden nicht informiert, weil das Regenwasser in den Fluss Parà geleitet wurde.

Der Kanal war schon früher genutzt wurden, um bei extremen Regenfällen Regenwasser abzuleiten, zuletzt im Mai 2017. Auch darüber war die SEMAS unterrichtet worden.

Die Nutzung des Kanals und die Mitteilungen an die Behörde sind auch Gegenstand der laufenden internen Untersuchungen und des unabhängigen, externen Gutachtens.

Hintergrund

•           In nur 12 Stunden am 16. und 17. Februar war die Stadt Barcarena, wo Hydro die Tonerderaffinerie Alunorte betreibt, von extrem schweren Regenfällen heimgesucht worden. Diese überfluteten das Gebiet.

•           Hydro hat die brasilianische Umweltberatung SGW Services beauftragt, die Systeme zum Behandeln von Wasser und Abflusswasser bei der Tonerderaffinerie Alunorte unabhängig zu begutachten.

•           Das unabhängige Umweltgutachten ist eine der Maßnahmen, die Hydro als Reaktion auf die schwierige Lage bei Alunorte angekündigt hat. Dazu haben öffentliche Stellen mehrere Schritte angeordnet – aufgrund von Befürchtungen, die Phase außerordentlicher Regenfälle hätte zu gefährlichen Freisetzungen in die Umgebung und den nahen Fluss Parà geführt.

•           Zu den von nationalen, bundesstaatlichen und örtlichen Stellen verordneten Schritten gehört, dass Alunorte seine Produktion um 50 Prozent reduzieren muss und seine neue Deponie für Bauxitrückstände, DRS 2, nicht betreiben darf.