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Aufladen eines Elektrofahrzeugs

Berechnung des wahren CO2-Fußabdrucks eines Autos unter Berücksichtigung des gesamten Lebenszyklus

Leichtbau ist ein Schwerpunkt in der Automobil- und Nachhaltigkeitsindustrie, insbesondere um die Emissionen von Verbrennungsmotoren zu reduzieren. Mit der Verbreitung von Elektrofahrzeugen und Hybridtechnologien gewinnen Lebenszyklusanalysen jedoch zunehmend an Bedeutung, um den tatsächlichen CO2-Fußabdruck eines Fahrzeugs zu ermitteln.

Leichtbau ist ein Schwerpunkt in der Automobil- und Nachhaltigkeitsindustrie, insbesondere um die Emissionen von Verbrennungsmotoren zu reduzieren. Mit der Verbreitung von Elektrofahrzeugen und Hybridtechnologien gewinnen Lebenszyklusanalysen jedoch zunehmend an Bedeutung, um den tatsächlichen CO2-Fußabdruck eines Fahrzeugs zu ermitteln.

Viele Jahre lang wurden die Emissionsziele in erster Linie an den CO2-Emissionen aus dem Auspuff des Autos gemessen. In den letzten 15 Jahren haben sich die Emissionen von Autos dadurch um 30-40 % verringert. Vor fünfzehn Jahren stieß ein durchschnittliches europäisches Auto 165 Gramm CO2 pro km aus. Heute liegt das Ziel bei 95 Gramm CO2 pro km.

"Die Motoren sind effizienter geworden und liefern mehr Leistung bei gleichzeitig weniger Emissionen. Aber auch Aluminium spielt eine wichtige Rolle bei der Reduzierung der Emissionen, da 100 kg Aluminium 200 kg Stahl ersetzen können", sagt Lars André Moen, Direktor für Innovation im Geschäftsbereich Primärmetall von Hydro.

Portrait von Lars Moen
Lars Moen, Direktor für Innovation im Geschäftsbereich Primärmetall von Hydro

Die Entwicklung von Verbrennungsmotoren hin zu Hybrid- und Elektrofahrzeugen verändert die Nachhaltigkeitsbewertung in der Automobilbranche. Wenn die Emissionen aus dem Auspuff erheblich reduziert oder eliminiert werden, bedeutet dies, dass der wahre CO2-Fußabdruck der Automobilindustrie anhand anderer Parameter gemessen werden muss.

"Der Elektrofahrzeug-Absatz in Europa ist stark. In Zukunft werden wir immer noch über die Emissionen von Autos sprechen, aber auf eine andere Art und Weise. Es geht nicht mehr nur um die Emissionen vom Auto selbst, sondern verstärkt auch um die Emissionen bei der Herstellung des Autos in Hinblick auf den gesamten Lebenszyklus. Dazu gehören die Produktion des Autos, der Batterie und anderer Komponenten", sagt Moen.

Um die Reichweite zu erhöhen und die Emissionen zu verringern, wird in der Automobilindustrie weiterhin an der Reduktion des Gewichts gearbeitet.

"Viele der Grundsätze, die der Verbrennungstechnik zugutekommen, gelten auch für Elektrofahrzeuge. Batterien sind schwer und Aluminium ist leicht. Wenn man weniger Gewicht mit sich herumträgt, kann man die Reichweite bei gleicher Energie erhöhen - unabhängig davon, ob das Auto einen Benzin-, Diesel-, Hybrid- oder Elektroantrieb hat", sagt Moen.

"Für die Lebenszyklusanalyse von Elektrofahrzeugen ist es außerdem nicht nur wichtig, wie die Materialien hergestellt werden, sondern auch, wo Sie Ihr Auto aufladen. Auch die CO2-Emissionen aus dem Netz tragen zur Ökobilanz bei. In Europa stammen etwa 40% des Energiemixes aus erneuerbaren Energien. Aber auch die anderen 60% spielen in der Ökobilanz eine große Rolle", sagt Moen.

Wenn Sie mehr über Nachhaltigkeit in der Automobilindustrie erfahren möchten, hören Sie sich Lars André Moen im Podcast Hydro Talks:

Der Podcast Hydro Talks befasst sich mit den modernen Herausforderungen für Industrie und Gesellschaft. Wie können wir eine lebensfähigere Gesellschaft schaffen? Wie können wir besser produzieren und gleichzeitig weniger verbrauchen? Was sollten Investoren erwarten? Welche Art von Technologie und Innovation können wir einsetzen, um intelligenter zu arbeiten? In Hydro Talks versuchen wir, aus diesen Herausforderungen einen Sinn zu machen. Jetzt abonnieren!

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