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Behörden in Pará werden fünfzigprozentige Produktionskürzung bei Alunorte anordnen

Das „Ministerium für Umwelt und Nachhaltigkeit“ des Bundesstaates Pará (SEMAS) in Nordbrasilien hat am Montagabend, 26. Februar, angekündigt, dass sie die Tonerderaffinerie Alunorte des norwegischen Aluminiumunternehmens Norsk Hydro ASA anweisen wird, die Produktion um 50 Prozent zu verringern. Grund dafür sei, dass das Unternehmen einem Beschluss nicht gefolgt sei, in der Deponie für Bauxitrückstände DRS1 einen Freiraum von einem Meter einzuhalten. Zudem hat ein SEMAS-Vertreter mitgeteilt, dass der Betrieb in einem von zwei Auffangbecken in der Bauxitgrube Paragominas ebenfalls einzustellen ist.

SEMAS hat angekündigt, dass es das Unternehmen am Dienstag, 27. Februar, formell in Kenntnis setzen wird.

In dem ursprünglichen Beschluss vom Freitag, 23. Februar, hatte SEMAS Alunorte auferlegt, den Wasserstand in der Deponie DRS1 zu reduzieren. Am 16. und 17. Februar hatten extreme Regenfällen in der Region zu Überschwemmungen geführt.

„Wir haben alle denkbaren Maßnahmen ergriffen, um die Frist für Alunorte einzuhalten, und wir werden weiterhin alles tun, um sicherzustellen, dass wir die Erwartungen und Auflagen erfüllen“, sagt Konzernchef Svein Richard Brandtzæg. „Wir werden unseren Dialog mit den lokalen Behörden fortführen, um sicherzustellen, dass wir alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um einen sicheren und verantwortlichen Betrieb zu gewährleisten. Wir handeln mit vollem Respekt für die Menschen und die Umwelt an den Standorten, an denen wir vertreten sind“, sagt Brandtzæg.

Derzeit ist es noch zu früh, um das Ausmaß und die möglichen Folgen des angekündigten Beschlusses vorherzusehen. Die Anordnung kann jedoch zu beträchtlichen operativen und finanziellen Konsequenzen führen.

Die Maßnahmen, die bei Aunorte bereits getroffen wurden, um den ursprünglichen Beschluss von SEMAS zu erfüllen, haben in der Deponie DRS1 schon jetzt zu einer kontinuierlichen Verbesserung des durchschnittlichen Abstands zwischen der oberen Kante des Beckens und dem Wasserspiegel geführt.

Der Beschluss von SEMAS erfolgte, nachdem der brasilianische Umweltminister José Sarney Filho auf einer Pressekonferenz am Montagabend (26. Februar) brasilianischer Zeit ähnliche Bedenken geäußert hatte. Er hatte das Brasilianische Institut für Umwelt und erneuerbare natürliche Ressourcen (IBAMA) gebeten, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Befürchtungen in Bezug auf eine mögliche Wasserverunreinigung in der Umgebung auszuräumen. Dazu gehört unter anderem eine mögliche Aussetzung der Aktivitäten bei Alunorte.

SEMAS hat angekündigt, dass das Ministerium tägliche Strafzahlungen von etwa 1 Million Brasilianische Real anordnen wird, bis Alunorte einen Abstand von mindestens einem Meter in der DSR1 erreicht hat.

Hydro hält 92,1 Prozent an der Tonerderaffinerie Alunorte und 100 Prozent an der Bauxitmine Paragominas.

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