Dennoch bleibt ein Dilemma bestehen. Um das Potenzial von Aluminium als wichtigen und umweltfreundlicheren Werkstoff der Zukunft voll auszuschöpfen, muss die aktuelle Situation angegangen werden. Aluminium ist heute für zwei Prozent der globalen CO₂-Äquivalentemissionen verantwortlich, und seine Produktion erfordert den Abbau in ressourcenarmen Gebieten und die Zerstörung wichtiger Ökosysteme.
Die Sicherung eines nachhaltigen Zugangs zu diesem strategischen Metall erfordert ein widerstandsfähiges und verantwortungsvolles Industriemodell, das Emissionen reduziert, soziale und ökologische Auswirkungen minimiert und die langfristige Versorgungssicherheit stärkt. Anders ausgedrückt: Es erfordert einen grundlegenden Wandel.
Wir haben es schon einmal geschafft. Seit der Gründung von Hydro im Jahr 1905 haben wir uns zum Ziel gesetzt, die drängendsten Herausforderungen unserer Zeit zu lösen. Von der Entwicklung der Energieressourcen, die die Gesellschaft vorangebracht haben, bis hin zur Pionierarbeit bei Düngemitteln zur Ernährung einer wachsenden Bevölkerung – dieses Erbe nutzen wir nun, um verantwortungsvoll Aluminium mit Hilfe erneuerbarer Energien herzustellen.
Wir sind in einer einzigartigen Position, diesen Wandel anzuführen, denn wir sind nicht nur ein Glied in der Kette, sondern wir sind die Wertschöpfungskette.
Durch die Kontrolle jeder Phase der Aluminiumproduktion – von Energie und Rohstoffen bis hin zum fortschrittlichen Recycling – gewährleisten wir Transparenz und erhöhen die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette in jedem Schritt und minimieren schädliche Praktiken von der Mine bis zum Endprodukt.
In Kombination mit Technologie und Innovation ermöglicht uns dieses integrierte Modell, mehr Aluminium mit weniger Energie und geringeren Emissionen zu produzieren und gleichzeitig die Kreislaufwirtschaft voranzutreiben sowie CO2-emissionsarme und recycelte Produkte mit einem CO2-Fußabdruck von etwa einem Viertel des Branchendurchschnitts zu ermöglichen.
Seit 1990 haben wir die Emissionen unserer norwegischen Schmelzhütten um mehr als 50 Prozent gesenkt und gleichzeitig die Produktion um 40 Prozent gesteigert. Wir beschleunigen nun unsere Bemühungen zur Dekarbonisierung, um bis 2030 eine Reduzierung der Gesamtemissionen um 30 Prozent zu erreichen.
Bis 2050 werden alle unsere Produkte klimaneutral sein und damit den Standard für eine widerstandsfähige und verantwortungsvolle Industrie setzen.
Diese Verantwortung geht über unser operatives Geschäft hinaus und basiert auf unserer Überzeugung, dass Unternehmen nur in florierenden Gesellschaften erfolgreich sein können. Als globales Unternehmen mit starker lokaler Präsenz engagieren wir uns für die Schaffung langfristiger Werte an unseren Standorten und respektieren dabei die Natur und die umliegenden Gemeinschaften.
Wir unterstützen einen gerechten Übergang, indem wir die Menschenrechte achten und fördern, in Bildung und zukunftsfähige Kompetenzen investieren und gleichzeitig unsere Umweltauswirkungen durch Investitionen in Forschung und Renaturierung sowie durch innovative Betriebspraktiken zur Abfallbewirtschaftung und zum Schutz der Biodiversität minimieren. Unser Ziel, bei neuen Projekten einen Nettoverlust an Biodiversität zu vermeiden, setzt in vielen Bereichen unseres Unternehmens neue Maßstäbe.
So schafft Hydro zukunftsweisende Branchen. Durch die Kombination von natürlichen Ressourcen, erneuerbarer Energie und Innovation ermöglichen wir langfristigen Fortschritt in allen aluminiumabhängigen Sektoren und gestalten so eine widerstandsfähigere und CO2-emissionsärmere Zukunft für Mensch, Produkt und Umwelt.
Aktualisiert: 28. April 2026