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Hydro und Orkla bilden weltweit führenden Anbieter von Aluminiumlösungen

Norsk Hydro ASA und Orkla ASA haben sich darauf verständigt, ihre respektiven Geschäfte in den Bereichen Profile, Bausysteme und Rohre zusammenzulegen und somit einen weltweit führenden Anbieter von Aluminiumlösungen zu schaffen. Das neue Gemeinschaftsunternehmen mit dem Namen Sapa ist ein 50/50 Joint Venture, Eigner sind Hydro und Orkla.

Die Vereinbarung umfasst Profiles und Building System sowie Extruded and Welded tubes von Sapa, einer 100%igen Tochter des norwegischen Konzerns Orkla, sowie den gesamten Geschäftsbereich Extruded Products von Hydro.

Ausgehend von den Zahlen für 2011 werden der Jahresumsatz des neuen Gemeinschaftsunternehmens bei etwa 47 Milliarden NOK, das bereinigte Ergebnis (EBITDA) bei rund 1,9 Milliarden NOK und die Zahl der Mitarbeiter bei etwa 25.000 Mitarbeiter* liegen. Das neue Unternehmen wird in Europa und Nordamerika führend sein, und in den Schwellenländern, einschließlich Brasilien, Argentinien, China, Indien und Vietnam eine starke Stellung einnehmen.

Der Vollzug der Transaktion dürfte in der ersten Jahreshälfte 2013 stattfinden, sobald die Genehmigungen der relevanten Wettbewerbsbehörden vorliegen. Svein Tore Holsether, zurzeit Geschäftsführer und Konzernchef von Sapa, wird auch in dem neuen Unternehmen diese Position bekleiden. Arnstein Sletmoe, zurzeit Leiter von Mergers & Acquisitions bei Hydro wird zum Chief financial officer des fusionierten Unternehmens ernannt. Hydros Konzernchef Svein Richard Brandtzæg wird Vorsitzender des Verwaltungsrats im Gemeinschaftsunternehmen. Der Hauptsitz von Sapa ist in Oslo in Norwegen.

„Zusammen schaffen wir ein stärkeres Unternehmen mit einer breit gefächerten Kompetenz und einer sehr erfahrenen Führungsmannschaft. In der heutigen herausfordernden Marktsituation ist das Gemeinschaftsunternehmen besser für Restrukturierung und Wertschöpfung aufgestellt. Dies stärkt die Möglichkeit von Orkla, erfolgreich das Wertpotenzial unseres Aluminiumgeschäfts zu nutzen", sagt Åge Korsvold, Konzernchef von Orkla.

„Das neue Unternehmen verfügt über die notwendige Stärke, um den herausfordernden Marktbedingungen zu begegnen und eine Plattform für künftiges Wachstum in den Schwellenländern zu schaffen", sagt Hydros Konzernchef Svein Richard Brandtzæg. „Diese Transaktion trägt dazu bei, Hydro als ein weltweit führendes, ressourcenreiches Aluminiumunternehmen mit robusten Aktivitäten in der gesamten Wertschöpfungskette zu stärken. Durch das Zusammengehen mit Sapa etabliert Hydro eine neue Struktur für ihr Strangpressgeschäft, das nun für eine bessere Rentabilität gerüstet ist und ein Potenzial für künftiges Wachstum hat", sagt er.

Im Rahmen der Vereinbarung werden Hydro (durch Hydro Aluminium AS) und Orkla (durch Sapa Holding AB) ihre relevanten Geschäftsfelder gegen Gewährung von Aktien 50:50 in das neue Unternehmen einbringen. Zum Ausgleich des Größenunterschieds und zwecks Harmonisierung bestimmter Bilanzpositionen wird Orkla zusätzlich zu dem 50%igen Anteil einen Betrag in Höhe von 1,8 Milliarden NOK vom neuen Unternehmen erhalten. Dieser Betrag ist innerhalb von sechs Monaten nach dem Vollzug zahlbar.

In beiden Unternehmen werden zurzeit signifikante Verbesserungsmaßnahmen durchgeführt, diese werden zusammen mit den veranschlagten jährlichen Synergieeffekten von etwa einer Milliarde NOK zu einer weiteren Stärkung des neuen Unternehmens beitragen. Weltweit wird mit einem weiterhin starken Wachstum der Aluminiumnachfrage gerechnet.

„Aluminium ist das Material der Zukunft. Um den hohen Anforderungen der Kunden zu genügen, müssen wir weiterhin in Forschung & Entwicklung führend sein, präzise liefern und unsere globale Präsenz optimieren. Beide Einheiten haben ihre Fähigkeit, Qualität und Effizienz zu steigern, unter Beweis gestellt, und wir sind entschlossen, das Beste beider Unternehmen in dem Gemeinschaftsunternehmen zu vereinen", sagt Svein Tore Holsether, Konzernchef von Sapa.

Die Vereinbarung enthält Bestimmungen, die es der jeweiligen Vertragspartei ermöglicht, etwa drei Jahre nach Vollzug der Transaktion einen Börsengang anzustreben, und wo beide den Beschluss treffen können, 34 Prozent der Aktien zu behalten.

Das neue Unternehmen wird nach der Equity-Methode als verbundenes Unternehmen ausgewiesen.