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Vater & Sohn an der Welle

Die Welle – das ist im Hydro-Werk Grevenbroich das maßgebliche Werkzeug für den passgenauen Zuschnitt von Aluminiumbändern. Nun lernte sie ein Sechstklässler kennen: für einen Arbeitstag zu Gast beim Papa.

Die Welle – das ist im Hydro-Werk Grevenbroich das maßgebliche Werkzeug für den maßgenauen Zuschnitt von Aluminiumbändern. Die dünnsten, 13,6 Millimeter schmalen Bänder, typisch für die Lamellen von Autokühlern, erzeugt eine Welle, die aus rund 400 Passstücken entsteht; davon allein 108 Messer. Das dauert seine Zeit: vier bis fünf Stunden.

Im Hauptbetrieb richtet Helge Haas oft Messer-Wellen für den Zuschnitt von Aluminiumbändern ein. Für einen Tag schaute ihm jetzt sein Sohn Henri über die Schulter. "Mit den Eltern am Arbeitsplatz" heißt diese neue Aktion der Realschule Bedburg für ihre Sechstklässler. Die Berufskoordinatoren im Kollegium, Urs Douvier und Sandra Balster, haben sie angestoßen. Die Schüler sollen auch in diesem Alter einen ersten – und sehr persönlichen – Blick in die Berufswelt werfen dürfen: mit Vater, Mutter oder ersatzweise Onkel oder Tante. So haben sie eine vertraute Betreuung beim Entdecken einer neuen, fremden Welt.

Bei Hydro durfte Henri Haas (13) mit seinem Vater Helge mitkommen. Er war schon am Vormittag gleich mehrfach beeindruckt:

  • Wie groß und weitläufig dieses Werk Grevenbroich ist!
  • Was für ein „Oschi" der große Zehntonnen-Gabelstapler ist, der hier auch herum fährt!
  • Und eben: was eine „Welle" hier ist, ganz anders als im Wasser!

Selbst eine 127er Brücke (wie auf dem Foto), das komplette Einsetzwerkzeug mit Wellen für 12,7 Zentimeter breite, meist lackierte Bänder, wie sie etwa die Pharma-Industrie benötigt, ist erst nach deutlich mehr als einer Stunde eingerichtet.

Genug aufregender Stoff also für die anschließende Arbeit des Schülers: Er musste nachher einen Aufsatz über diesen Schnuppertag schreiben, mindestens eine Seite lang.

Ein Angebot wie „Mit den Eltern am Arbeitsplatz" unterstützt die Hydro, soweit möglich, sehr gern. „Diese Initiative finden wir sehr lobenswert, denn sie passt gut zu unseren bestehenden Kontakten mit mehreren Schulen", sagt Cordula Dressler, Personalleiterin für das Walzwerk Grevenbroich. "Wir wollen Kinder und Jugendliche an die industrielle Arbeitswelt und an unser Werk heranführen – deshalb haben wir hier gern zugesagt."