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Hydro ergreift neue Initiativen, um die Situation bei Alunorte zu klären

Hydros Konzernchef Svein Richard Brandtzæg hat Chief Financial Officer (CFO) Eivind Kallevik mit sofortiger Wirkung zum kommissarischen Leiter des Geschäftsfeldes Bauxite & Alumina ernannt. Er reagiert damit auf die herausfordernde Situation bei der Aluminiumraffinerie Alunorte, die zurzeit mit 50 Prozent Kapazität arbeitet. Kallevik ersetzt damit Silvio Porto und bleibt zugleich CFO.

Brandtzæg engagiert zudem ein international anerkanntes Umweltberatungsunternehmen für eine unabhängige Überprüfung von Alunorte. Er kündigte auch Maßnahmen an, um den betroffenen Ortschaften in Barcarena zu helfen, und rief ein Projekt ins Leben, um die Robustheit der Wasseraufbereitung bei Alunorte zu prüfen, auch mit Blick auf eine etwaige Verstärkung. Diese Arbeit wird vom bisherigen Leiter Bauxite & Alumina, Silvio Porto, geleitet.

„Die herausfordernde Situation bei Alunorte erfordert besonderen Fokus und Organisation jenseits operativer Kompetenz und Fertigkeiten“, sagt Konzernchef Brandtzæg. „Ich bin dankbar, dass Kallevik bereit ist, diese große Verantwortung zu übernehmen, und dass Silvio Porto das wichtige Projekt leiten wird, das die ökologische Robustheit von Alunorte weiter stärken soll.“

Kallevik war zwei Jahre lang Finanzleiter im Geschäftsfeld Bauxite & Alumina in Brasilien, bevor er 2013 die Stelle als CFO übernahm. Zudem hat er das Geschäftsfeld 2016 übergangsweise geleitet.

Nach einer Periode mit extrem starken Regenfällen haben die nationalen, bundesstaatlichen und lokalen Behörden in Brasilien eine Reihe von Maßnahmen angeordnet, da die Sorge bestand, dass aufgrund des Regens Abwasser von Alunorte in den nahegelegenen Fluss Para gelangt sei und zu Verschmutzung geführt habe. Zu diesen Maßnahmen gehört eine 50%ige Produktionskürzung bei Alunorte und die Einstellung des Betriebs in der Lagerstätte DRS2 für Bauxitrückstände.

Die Ergebnisse und Handlungspläne der von einem international anerkannten Umweltberatungsunternehmen übernommenen Prüfung werden voraussichtlich in der ersten Aprilwoche vorgelegt. Diese Überprüfung erfolgt zusätzlich zur Arbeit der bereits eingesetzten Expertengruppe, die eine umfassende Untersuchung bei Alunorte vornimmt und direkt an Brandtzæg berichtet.

Hydro arbeitet mit lokalen Organisationen zusammen an humanitärer Hilfe, um betroffene Orte in Barcarena bei Gesundheit und Wasser zu unterstützen. Für die Nachbarorte Vila Nova, Burajuba und Bom Futuro hat Hydro eine verpflichtende Zusammenarbeit mit lokalen Partnern vereinbart und wird in eine ordentliche Wasserversorgung investieren. Hydro verpflichtet sich auch, mit den Gemeindeverwaltungen, den Bürgern und den Behörden zusammenzuarbeiten, um die Ursachen für die Wasserverschmutzung und andere Probleme mit dem Wasser in der Region Barcarena zu finden.

Hydro wird auch das Wasseraufbereitungssystem in Alunorte überprüfen und eine Verstärkung erwägen, um für mögliche künftige Klima- und Wetteränderungen gerüstet zu sein. Das Projekt wird von Silvio Porto geleitet und berichtet an Kallevik.

Hydro ist das größte Aluminiumunternehmen in Südamerika, nachdem es 2011 die Aluminiumanlagen des brasilianischen Bergwerksunternehmens Vale im Bundesstaat Pará übernommen hat. Alunorte ist die weltweit größte Tonerderaffinerie und beschäftigt etwa 2.000 Mitarbeiter. Die Anlage ist auf eine Jahreskapazität von 6,3 Millionen Tonnen ausgelegt. Hydro hält 92,1 Prozent der Anteile an Alunorte.