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    Der Kreis schließt sich: Wie Bayards und Hydro Aluminium ein zweites Leben gaben

    Ein Hubschrauberlandeplatz ist für die Notfallversorgung unverzichtbar, wird jedoch selten als Ausgangspunkt einer zirkulären Erfolgsgeschichte betrachtet. Genau das haben Bayards und Hydro gemeinsam möglich gemacht. Aluminium von einem außer Betrieb genommenen Landeplatz in Dresden erhielt ein neues Leben auf dem Dach eines niederländischen Krankenhauses in Tilburg – ohne Kompromisse bei Sicherheit oder Qualität.

    In einer Zeit, in der Krankenhäuser zunehmend unter Druck stehen, ihre CO₂‑Emissionen zu reduzieren und europäische Nachhaltigkeitsrichtlinien zu erfüllen, zeigt dieses Projekt, wie Zirkularität in der Praxis funktioniert. Nicht als abstraktes Ziel, sondern als konkrete Lösung für kritische Gesundheitsinfrastruktur.

    Das Projekt begann in Deutschland, wo Bayards UP einen veralteten Hubschrauberlandeplatz auf einem Dach in Dresden demontierte. Anstatt das Aluminium als Schrott zu entsorgen, entschieden sich Bayards und Hydro bewusst für einen geschlossenen, kontrollierten Materialkreislauf.

    • Selektiver Rückbau (Dresden)
      Die Konstruktion wurde sorgfältig demontiert, mit maximaler Aufmerksamkeit für den Erhalt der Materialqualität.
    a group of people standing next to a metal platform
    a pile of metal pieces
    a roof of a building
    a pile of metal pieces in a large pile
    • Umschmelzen und Weiterverarbeitung (Hydro Ghlin)
      Das Aluminium wurde eingeschmolzen und zu Bolzen weiterverarbeitet, mit minimalem Materialverlust.
    a large metal bucket in a warehouse
    a large metal container with a red liquid inside
    a large metal pipes in a factory
    a close up of a metal surface
    • Neue Profile (Hydro Lichtervelde)
      Aus den Bolzen entstanden hochwertige Profile aus Hydro CIRCAL 75R – Aluminium, das zu mindestens 75 % aus Post‑Consumer‑Schrott besteht.
    a stack of metal beams
    a metal pipes in a factory
    a machine with a conveyor belt
    • Einsatz im Gesundheitswesen (Tilburg)
      Die Profile werden später in diesem Jahr in einem neuen Hubschrauberlandeplatz auf einem niederländischen Krankenhaus eingesetzt, auf dem täglich medizinische Notflüge landen.

    Dies ist eines der ersten Projekte in Europa, bei dem ein vollständig zirkulärer Materialkreislauf innerhalb einer sicherheitskritischen Luftfahrtanwendung realisiert wurde. Der neue Landeplatz in Tilburg steht sinnbildlich dafür, wie Gesundheitseinrichtungen ihre Nachhaltigkeitsziele beschleunigen können. Zirkularität und Sicherheit sind dabei keine Gegensätze – sie verstärken sich gegenseitig.

    Zirkularität wird Realität, wenn Partner bereit sind, die gesamte Wertschöpfungskette neu zu denken. Durch die gemeinsame Schließung des Kreislaufs mit Bayards zeigen wir, wie Aluminium als hochwertige Gesundheitsinfrastruktur in die Gesellschaft zurückkehren kann. — John Baars, Account Manager, Hydro Extrusion Netherlands

    Auch für Bayards unterstreicht dieses Projekt, was möglich ist, wenn Nachhaltigkeit von Anfang an mitgedacht wird.

    Dieses Projekt zeigt, dass zirkuläre Gesundheitsinfrastruktur nicht nur machbar, sondern auch zukunftssicher ist. Die Wiederverwendung von Aluminium von einem Hubschrauberlandeplatz für einen anderen beweist, dass Sicherheit, Regulierung und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können. — Martin de Groot, Geschäftsführer Bayards UP

    Warum Zirkularität für Krankenhäuser zählt

    Krankenhäuser in ganz Europa stehen vor strengeren Anforderungen in Bezug auf Nachhaltigkeit und Berichterstattung. Dieses Projekt zahlt direkt auf zentrale politische Ziele ein, darunter:

    • Einhaltung von EU-Vorgaben für ESRS und Scope-3-Berichterstattung;
    • Unterstützung grüner öffentlicher Beschaffung (GPP);
    • Effizienterer Materialeinsatz beim Bau und der Renovierung von Gesundheitseinrichtungen;
    • Sichtbare, nachhaltige Führungsrolle gegenüber Patienten und Mitarbeitern.

    Durch die Wahl von Aluminium mit mindestens 75 % Post‑Consumer‑Schrott erreicht der Landeplatz:

    • bis zu 70 % CO₂‑Reduktion im Vergleich zu Primäraluminium
    • geringeren Einsatz neuer Rohstoffe
    • weniger Abfall bei Rückbau und Renovierung
    • reduzierte transportbedingte Emissionen

    Die geschlossene Kreislaufführung mit Hydro zeigt, was möglich ist, wenn Partner dieselbe langfristige Vision teilen. Dies ist erst der Anfang. — Marco Tanis, Geschäftsführer Bayards Helidecks

    Eine Blaupause für die Zukunft

    Die zirkuläre Reise von Dresden nach Tilburg ist mehr als eine einmalige Leistung. Sie ist ein reproduzierbares Modell für zukünftige Projekte – innerhalb und außerhalb des Gesundheitswesens. Bayards und Hydro wollen diesen Ansatz weiter auf Hubschrauberlandeplätze, Dachkonstruktionen und andere Aluminium‑Anwendungen übertragen.

    Dieses Projekt zeigt, dass Nachhaltigkeit kein separates Vorhaben sein muss, sondern ein integraler Bestandteil missionskritischer Infrastruktur sein kann – heute und in Zukunft.

    a large metal structure with a walkway over it