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    Aluminiumextrusionen für Rechenzentren

    Rechenzentren verbrauchen enorme Mengen an Energie, von denen ein Großteil letztlich in Wärme umgewandelt wird. Wie diese Wärme gehandhabt wird, entscheidet darüber, ob eine Anlage zuverlässig betrieben werden kann oder nicht. Aluminium leitet Wärme sehr gut und wiegt deutlich weniger als alternative Materialien. Durch das Extrusionsverfahren lässt es sich zudem exakt in die Querschnitte formen, die für Kühl- und tragende Anwendungen erforderlich sind.

    A hallway with rows of data centers

    Aluminium in Rechenzentren

    Die globale Rechenzentrumsbranche wächst in einem bislang beispiellosen Tempo, vor allem getragen durch Cloud Computing und in jüngster Zeit durch den stark steigenden Bedarf an Rechenleistung für das Training und den Betrieb von KI‑Systemen. Allein in Europa werden zwischen 2026 und 2031 Investitionen in Rechenzentren von über 170 Milliarden Euro erwartet.

    Mehr Rechenzentren bedeuten eine höhere Nachfrage nach Aluminium. Jeder Megawatt installierter Leistung erfordert erhebliche Mengen an Metall, insbesondere für Stromverteilungs- und Kühlsysteme. Aluminium‑Strangpressprofile eignen sich für Komponenten in der gesamten Anlage – von der Gebäudestruktur bis hin zum Serverrack.

    Einsatzbereiche von Aluminiumextrusionen

    Termomanagement

    Wärme zählt zu den größten betrieblichen Herausforderungen eines jeden Rechenzentrums. Server und Netzwerkausrüstung erzeugen enorme Mengen an thermischer Energie, und es ist entscheidend, die Temperaturen innerhalb sicherer Betriebsgrenzen zu halten.

    Die hohe Wärmeleitfähigkeit von Aluminium macht es zu einem idealen Material für Kühlkörper, Wärmetauscher und Kühlrippen. Extrudierte Profile können mit komplexen Rippengeometrien ausgelegt werden, die die Oberfläche zur Wärmeabgabe maximieren – unabhängig davon, ob das System auf passive Konvektion, Zwangsbelüftung oder Flüssigkeitskühlung setzt.

    Einhausungssysteme für Kalt- und Warmgänge

    Das Design von Rechenzentren beruht auf der Trennung von warmen und kalten Luftströmen, um eine Vermischung zu vermeiden. Für solche Einhausungssysteme können extrudierte Aluminiumrahmen für Deckenpaneele, vertikale Trennwände, Einhausungswände und Türen eingesetzt werden. Dank des modularen Charakters von Aluminium lassen sich diese Systeme einfach anpassen, wenn sich die Rack‑Layouts im Laufe der Zeit ändern.

    Sammelschienen und Stromverteilung

    Aluminium‑Sammelschienen können als Leiter in Busway‑Systemen und in der vorgelagerten Stromverteilung von Rechenzentren eingesetzt werden.

    Obwohl Aluminium eine geringere elektrische Leitfähigkeit als Materialien wie Kupfer aufweist, bietet es deutliche Vorteile in Bezug auf Gewicht und Kosten. Für großskalige Stromverteilungssysteme, bei denen der Platz weniger kritisch ist, sind Aluminium‑Sammelschienen daher eine zunehmend verbreitete Wahl.

    Bei Hydro liefern wir extrudierte Sammelschienen und Rohre für elektrische Anwendungen. Diese Erfahrung lässt sich direkt auf die Stromversorgungssysteme von Rechenzentren übertragen.

    A person holding aluminium busbars
    Sammelschienen

    Innen- und Außenanwendungen im Gebäudebereich

    Die Innenbereiche von Rechenzentren umfassen zahlreiche Komponenten, für die sich Aluminiumextrusionen besonders gut eignen. Kabelmanagementsysteme, Geräteeinhausungen, Montagerahmen, modulare Wandsysteme, Trennwandkonstruktionen und Deckenraster profitieren allesamt vom hohen Festigkeits‑Gewichts‑Verhältnis von Aluminium. Leichtere Komponenten reduzieren die Belastung von Doppelböden, erleichtern die Handhabung und beschleunigen die Installation. Da sich die Layouts von Rechenzentren mit dem technologischen Fortschritt weiterentwickeln, ermöglicht der modulare Charakter von Aluminium eine einfache Umkonfiguration.

    Außen kommen belüftete Aluminium‑Fassadensysteme zum Einsatz, die industrielle Kühleinheiten verbergen und gleichzeitig den notwendigen Luftstrom gewährleisten. Diese Systeme können in jeder gewünschten Farbe pulverbeschichtet werden, um architektonische und planerische Anforderungen zu erfüllen.

    Eine nachhaltigere Materialwahl

    In der gesamten Branche wächst der Druck, den ökologischen Fußabdruck von Rechenzentren zu reduzieren. Dies betrifft nicht nur den Energieverbrauch, sondern auch die beim Bau eingesetzten Materialien. Aluminium ist zu 100 % recycelbar, ohne dass seine Eigenschaften verloren gehen. Zudem erfordert das Recycling nur etwa 5 % der Energie, die zur Herstellung von Primäraluminium notwendig ist. Damit zählt Aluminium zu den kreislauffähigsten Baumaterialien überhaupt.

    Warum Aluminium für Rechenzentrumsanwendungen?

    • Thermische Leistung: Aluminium leitet Wärme effizient und ist dadurch ideal für Kühlkörper, Kühlsysteme und Komponenten des Thermomanagements.
    • Geringes gewicht : Mit etwa einem Drittel des Gewichts von Stahl oder Kupfer reduziert Aluminium strukturelle Lasten und vereinfacht Handhabung und Montage.
    • Kostenvorteile : Aluminium bietet im Vergleich zu Kupfer niedrigere Materialkosten – ein entscheidender Faktor bei hohen Stückzahlen.
    • Gestaltungsfreiheit : Extrudierte Profile können mehrere Funktionen in einem einzigen Querschnitt vereinen und so mehrere separate Bauteile ersetzen.
    • Korrosionsbeständigkeit : Aluminium ist von Natur aus korrosionsbeständig, was die Lebensdauer von Komponenten verlängert und den Wartungsaufwand reduziert.
    • Recycelbarkeit : Aluminium ist 100 % recycelbar, ohne Verlust seiner Eigenschaften.

    Legierungen für Anwendungen in Rechenzentren

    Wir liefern extrudierte Profile aus einer Vielzahl von Legierungen, die für Anwendungen in Rechenzentren geeignet sind. Die Legierungsserie 6063 wird häufig für Kühlkörper und architektonische Profile eingesetzt, während 6061 eine höhere Festigkeit für tragende Komponenten bietet. Einen vollständigen Überblick über die verfügbaren Legierungen für Strangpressprofile finden Sie auf unseren Legierungsseiten.