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    Die richtige Legierung für Ihr Aluminiumprofil

    Die Wahl der Legierung beeinflusst die Leistungsfähigkeit und das Aussehen von Aluminiumprofilen nach der Endbearbeitung. Wir fertigen alle gängigen und kundenspezifischen Aluminiumlegierungen und -härtegrade in verschiedenen Formen und Größen mittels direkter und indirekter Strangpressung. Unser Expertenteam entwickelt Lösungen für nahezu jede Anwendung von Aluminiumprofilen.

    Aluminiumbolzen in verschiedenen Legierungen

    Die richtige Legierung für Ihr Aluminiumprofil wählen

    Reines Aluminium ist relativ weich. Um dies auszugleichen, kann es mit anderen Metallen legiert werden. Wir haben Aluminiumlegierungen entwickelt, die auf die meisten Anwendungsbereiche der Industrie zugeschnitten sind. Diese Legierungen sind weltweit erhältlich.

    Wie man eine Strangpresslegierung auswählt

    Die Wahl der richtigen Legierung erfordert einen Kompromiss und dieser beginnt mit Ihren Anforderungen. Stellen Sie sich zunächst einige wichtige Fragen:

    Innen-, Außen- und Meeresumgebungen stellen jeweils unterschiedliche Anforderungen an eine Legierung. Bei der Nutzung im Freien und in Küstengebieten steht die Korrosionsbeständigkeit an erster Stelle, was die Auswahl im Vergleich zu einer kontrollierten Anwendung in Innenräumen erheblich verändert.

    Wenn das Profil eloxiert werden soll, wird die Oberflächenqualität zu einem entscheidenden Auswahlkriterium, da nicht alle Legierungen gleichermaßen gut auf die Eloxierung ansprechen. Lackierte Profile sind in dieser Hinsicht weniger anspruchsvoll und Anwendungen mit pressblanker Oberfläche erweitern die Auswahlmöglichkeiten noch weiter.

    Dies entscheidet darüber, ob es sich um eine Allzwecklegierung oder um eine Legierung aus dem oberen Festigkeitsbereich handelt. Ein Zierprofil und ein tragendes Bauteil nehmen auf der Legierungsliste ganz unterschiedliche Positionen ein.

    Anschließend spielen sekundäre Faktoren wie Bearbeitbarkeit und Schweißbarkeit eine Rolle, wenn das Profil im weiteren Verlauf der Montage bearbeitet oder geschweißt wird. Diese sind zwar nicht immer ausschlaggebend, aber ihre anfängliche Vernachlässigung kann später im Prozess zu Problemen führen.

    Eine weitere, leicht zu unterschätzende Variable ist der Härtegrad. Dieser beschreibt den Zustand der Legierung nach der Verarbeitung, einschließlich der Abkühlgeschwindigkeit nach dem Strangpressen und ob eine Wärmebehandlung durchgeführt wurde. Erfahrungsgemäß kann dieselbe Legierung im falschen Härtegrad ein völlig anderes Verhalten zeigen. Daher empfehlen wir, den Härtegrad stets parallel zur Legierungsauswahl und nicht erst im Nachhinein zu überprüfen.

    Hier ein paar Beispiele aus der Praxis: Wenn Sie beispielsweise an einer Konstruktion arbeiten, empfiehlt sich die Legierung 6082 aufgrund ihrer hohen Festigkeit. Für architektonische und verbraucherorientierte Anwendungen, bei denen die Qualität der Anodisierung im Vordergrund steht, sind die Legierungen 6060 und 6063 empfehlenswert. Sollte Ihr Produkt maritimen Umgebungen ausgesetzt sein, empfiehlt sich die Legierung 5083 aufgrund ihrer ausgezeichneten Korrosionsbeständigkeit.